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Diamantcolliers

Stefan Amacher ist Goldschmied und betreibt seit zehn Jahren an der St. Alban-Vorstadt in Basel ein Goldschmiedeatelier. Neben seinen Unikaten verkauft er seit längerem auch Diamantcolliers mit grossem Erfolg.

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Stefan Amacher

Gold’Or: Stefan Amacher, neben Ihren eigenen Kreationen verkaufen Sie eine breite Palette an Diamantcolliers. Was macht diese noch nicht sehr bekannten Ketten attraktiv?

Stefan Amacher: Die feinen Steinketten haben eine starke Ausstrahlung oder Aura, wenn man so will. Sie wirken dezent, aber sie fallen gleichzeitig auch auf. Zudem können sie zu einem sportlichen Outfit genauso getragen werden, wie zu eleganter Kleidung.

Für viele Kundinnen sind Diamantcolliers nach wie vor etwas Neues. Wie reagiert Frau, wenn sie ein solches in Ihrem Geschäft entdeckt und anprobiert?

Es ist tatsächlich oft so, dass die meisten Kundinnen nicht wissen, dass es sich bei diesen Ketten um Diamanten handelt. Wenn sie es dann erfahren, sind sie meistens erstaunt. Und wenn sie die Kette bewegen und das einmalige Funkeln beobachten, dann beginnen ihre Augen genauso zu leuchten. Es handelt sich hier eher um „Understatement“-Schmuck, der auch Leute anspricht, die sonst nicht unbedingt Diamanten kaufen würden.

Was zeichnet eine qualitativ hochwertige Diamantkette aus?

Das ist klar das Bohrloch. Dieses muss so gross sein, dass das richtige Stahlkabel hindurch passt. Mein Lieferant ist der einzige, der die Diamanten mit genug grossen Löchern anbietet. Sie müssen einen Durchmesser von mindestens 0,4 Millimeter aufweisen. So kann ich der Kundin eine Garantie von fünf Jahren geben. Ich überprüfe die Ketten oft nach zwei bis drei Jahren, aber da passiert fast nie etwas. Ich habe es bisher kaum erlebt, dass eine Kette gerissen ist.

Wer ist denn Ihr Lieferant?

Das ist die Firma Schweizer Edelsteine AG in St. Peterzell, Kanton St. Gallen. Mit der arbeite ich schon zehn Jahre zusammen – sehr erfolgreich.

Wie müssen solche Colliers präsentiert werden, damit ihr Funkeln bemerkt wird?

Das faszinierende Funkeln kommt mit der Bewegung. Aber auch wenn sie hängen, fällt es einer Person auf, die daran vorbeiläuft. Ich empfehle, die Ketten möglichst schlicht zu präsentieren, ohne viel Dekoration rundherum. Wenn sie liegen, sollte die Unterlage unifarben sein. Schwarze Diamanten beispielsweise, heben sich mit ihrer Leuchtkraft auf einem schwarzen Hintergrund sehr gut ab. Es ist zudem wichtig, dass man eine gute Auswahl von verschiedenen Farben und Grössen (Carat) in unterschiedlichen Preislagen hat. Ich führe Diamantcolliers in einer Preisspanne von 1500 bis 10‘000 Franken.

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