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Inhorgenta vermeldet gute Zahlen

Während die Baselworld vor einem Tiefpunkt steht, scheint die Talsohle in München überwunden. Die Organisatoren der Inhorgenta Munich vermelden gute Zahlen. Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München, spricht über die Gründe für dieses Plus, über neue Aussteller sowie über die Entwicklung seiner Messe.

Gold’Or: Klaus Dittrich, die Baselworld halbiert ihre Ausstellerzahl 2018 um rund die Hälfte und Sie vermelden eine gute Anmelde-Bilanz. Was macht die Inhorgenta Munich besser?

Klaus Dittrich: Wir nehmen natürlich wahr, dass die Messelandschaft in Bewegung ist, im Übrigen schon seit längerem. Ich kann allerdings nur für die Inhorgenta Munich sprechen. In der Tat entwickeln sich unsere Anmeldungszahlen erfreulich: Wir stehen momentan bei sieben Prozent mehr Aussteller als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr – und da waren wir bereits sehr gut unterwegs. Unter den Neuanmeldungen und Rückkehrern finden sich Marken wie Niessing, Piero Milano, Georg Jensen, Paul Wild oder Wenger, dazu auch wieder sehr interessante Newcomer und Designer. Sie alle wollen die Inhorgenta als Plattform nutzen, um sich dem europäischen Markt vorzustellen. Was wir feststellen können: Nach Ausstellerzahlen sind wir die grösste europäische Messe für Schmuck, Uhren, Edelsteine und Zulieferindustrien, eine grössere Vielfalt und Breite des Angebots als in München findet sich nirgendwo anders.

„Unser Team hat darauf gesetzt, den Kunden gut zuzuhören“

Wie erreichen Sie das?

Zum einen hat unser ganzes Team immer darauf gesetzt, unseren Kunden gut zuzuhören und auf die Bedürfnisse und Wünsche der Aussteller und Besucher einzugehen. So arbeiten wir seit Jahren daran, nicht nur eine reine Orderplattform zu sein, sondern zugleich ein Networking-, Informations- und Kommunikationsevent, was den Bedürfnissen der Branche entspricht. Nicht zuletzt spielt sicher auch der Messestandort München eine Rolle: Mit ausreichenden Hotels in allen Kategorien, dem internationalen Flughafen und einem modernen Messegelände zieht die Stadt Kunden und Besucher aus aller Welt an. Zudem ist sie als Millionenstadt Event-erprobt, kommt also auch mit zehntausenden Besuchern gut zurecht. Wir als Messe München verfügen zudem über genügend attraktive Flächen und ein jahrzehntelanges Branchen-Knowhow, so dass wir für ein weiteres Wachstum der Inhorgenta gerüstet sind.

Sie wollen im Uhrensegment wachsen. Spüren Sie schon etwas von Basel?

Wir wollen im Interesse unserer Besucher natürlich noch mehr attraktive Marken nach München holen – ganz unabhängig vom Wettbewerb. Hier werden wir aktiv Gesprächsangebote unterbreiten.

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Die Inhorgenta 2018 findet vom 16. bis 19. Februar statt.

Wie ist die Situation in anderen Sektoren, zum Beispiel bei den Edelsteinen?

Auch hier sehen wir positive Entwicklungen, die Halle C1 – Carat ist heute im Prinzip bereits ausgebucht. Neben vielen langjährigen Ausstellern, die wir wieder für eine Teilnahme gewinnen konnten, finden sich 2018 hier zudem interessante Neuzugänge wie die Farbsteinspezialisten Arnoldi und, wie erwähnt, Paul Wild.

Wie soll sich Ihre Messe weiterentwickeln? Gibt es Strategieänderungen nach der neusten Ankündigung durch Basel?

Natürlich verfolgen wir aktuelle Entwicklungen im Markt aufmerksam und werden neue Chancen, die sich ergeben, auch beherzt wahrnehmen. Unsere Strategie ist aber langfristig ausgerichtet, setzt auf ein eigenes Profil und auf Wachstum. Wir wollen mit den Stärken der Inhorgenta und des Messestandorts München überzeugen.

Info
www.inhorgenta.com

Plätze frei im Swiss Pavilion
Der Schweizer Messevertreter BTO Solutions Schürch organisiert auch 2018 wieder einen Gemeinschaftsstand in der Halle A1 – Timepieces. Der Swiss Pavilion beherbergt Uhrenmarken aus allen Preissegmenten. Der Stand inklusive Mobiliar, Strom sowie Auf- und Abbau kann während den Messetagen vom 16. bis 19. Februar für 5000 Euro gemietet werden. Interessenten melden sich beim Messe-Berater Ugur Tüver unter ugur.tuever@bto-solutions.ch oder per Telefon unter 044 350 36 02. (pd)

 

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