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Tiermuster raffiniert kombiniert

Bald verfärben sich die Wälder und die Temperaturen sinken. Was der Modeherbst Neues bringt, verrät hier Luisa Rossi, unsere Expertin für Lifestyle und Mode.

Animal Prints sind im Vormarsch: Man sieht sie überall. Modeaffine Frauen und Männer kommen diesen Herbst nicht darum herum. Ich muss zugeben, dass ich kein grosser Fan von diesen Mustern bin, aber in der Vielfalt, wie sie nun in den Läden anzutreffen sind, finde auch ich das eine oder andere Stück, das ich mir leisten werde. Vorstellen kann ich mir ein Sweatshirt oder vielleicht sogar ein ganzes Jumpsuit.

Spannend an diesem Trend sind die Kombinationen. Mutige mischen die tierischen Muster mit Karo und Blumenprints. Egal ob Tiger, Leopard, Zebra oder Schlange – Hauptsache Afrika. Bei den frechen Mixturen ist mir die Marke Twinset aufgefallen. Die Muster gibt es in originellen Farbkombinationen, die Zeiten des „Tigerlily-Looks“, der doch eher billig ausgesehen hat, sind glücklicherweise vorbei. Wie immer gilt auch hier: Weniger ist oft mehr. Zu einem bunt gemusterten Stück passen unifarbene Basics. Die Animalprints gibt es nicht nur kleingemustert, sondern auch grosszügig auf die Flächen verteilt, was mir persönlich besser gefällt.

Sneakers von Tamaris.

Für eine Extraportion Coolness sorgen Lederjacken und Ledermäntel, die auch mit den Animalprints gut und einfach zu kombinieren sind. Auch eine schöne Lederhose – nicht in Legginsform – sieht sportlich elegant aus. Als Ersatz für einen Mantel sind Cardigans aus Wolle gefragt. Diese müssen mindestens bis zum Knie reichen. Wer eine solche Jacke mit einem Jupe tragen will, muss darauf achten, dass die Strickjacke länger ist als der Rock. Bei Stiefeln sollte sie genau bis zum Rand reichen, das macht eine schöne Silhouette, die optisch länger und schmaler wirkt.

Ein Trend, den ich leider auch wieder entdecken musste, sind die breiten, teilweise gepolsterten Schultern. Auch ich habe aus den 80er Jahren noch ein paar solche Stücke im Keller, aber die bleiben dort. Damals zu den Dauerwellen passte das ja einigermassen, aber heute mit den flachen Frisuren verkürzen sie optisch den Hals und schmeicheln der Figur auch sonst überhaupt nicht.

Halskette aus Silber von Roberto Leonardi.

Wer sich mit den tierischen Mustern nicht so recht anfreunden kann, zieht sich in Unifarben an und versucht es vielleicht zumindest mit gemusterten, blickdichten Strümpfen, die sind nämlich auch wieder angesagt. Irgendetwas sollten sich Modebewusste zu diesem Trend anschaffen – sei es schliesslich nur in Form von Handschuhen, einer Tasche oder einem Schirm.

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