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„Wir sind weder ein Festival noch ein Oktoberfest“

Muriel Mangold, Bereichsleiterin Interior&Design der Bernexpo, spricht über ihre Pläne für die Ornaris Bern, die Mitte August hätte stattfinden sollen.

Gold’Or: Muriel Mangold, wie sieht Ihr Arbeitsalltag zurzeit aus?

Muriel Mangold: Ich war Ende Februar noch in den Ferien und bin dann Mitte März – mit dem Lockdown – direkt ins Homeoffice zurückgekehrt. Mit dem verhängten Veranstaltungsverbot mussten wir auch sämtliche geplanten Aktivitäten stoppen. Die Mehrheit der Kolleginnen und Kollegen sind in Kurzarbeit.

Nun wissen wir, dass das Veranstaltungsverbot bis mindestens Ende August gilt. Die Ornaris Bern hätte vom 16. bis 18. August stattfinden sollen.

Wir prüfen aktuell mit Hochdruck alternative Daten im September und Oktober. Dafür haben wir bei Ausstellenden und Besuchenden eine Online-Kurzumfrage gestartet. Erste Feedbacks sind sehr positiv, die Branche wünscht sich nach wie vor, dass die Ornaris durchgeführt wird. Unabhängig davon hat die Bernexpo zusammen mit dem Branchenverband Expo Event einen offenen Brief sowie ein Massnahmenpaket zur Durchführung von Messen an den Bundesrat geschickt. Dieses zeigt erstens die Bedeutung von Plattformen wie der Ornaris für die Erholung der Wirtschaft auf, zweitens umschreiben wir unsere Möglichkeiten, die Schutz- und Hygieneanforderungen des Bundes umzusetzen. Ich hoffe, dass wir damit verdeutlichen können, dass wir weder ein Festival noch ein Oktoberfest sind.

Was bedeutet die ganze Corona-Pandemie für die Bernexpo?

Wie für viele andere Unternehmen auch, ist es sehr hart. 2020 hätte ein Rekordjahr werden sollen. Viele Fachmessen mit einen Zwei- -oder Dreijahres-Turnus hätten dieses Jahr stattgefunden. Sie werden nun ins nächste oder übernächste Jahr verschoben.

Und jetzt?

Wir sind immer noch zuversichtlich. Wir sitzen mit den Ausstellenden im gleichen Boot und möchten, dass die Ornaris dieses Jahr stattfinden kann. Dafür tun wir unser Bestes. Selbstverständlich geht aber die Gesundheit und Sicherheit aller vor. Der definitive Entscheid, wie es weitergeht, wird voraussichtlich im Juni fallen. (twf)

www.ornaris.ch

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