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So viele wie noch nie

Die Schweizer Goldschmiede-Meisterschaft 2017 bricht alle Rekorde: Insgesamt sind 87 Wettbewerbs-Stücke entstanden, das sind über 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Die 35 Arbeiten in der Kategorie Design zum Thema „Real Fake“ zeichneten sich durch Innovation und Präzision aus, wobei die Jury ausgefallene Ideen honorierte: Der grosse Preis ging an Rahel Häberlin von der Goldschmiede Feingold in Zürich für ihre Brosche „Placebo“. Lucie de Boer von der Ecole Technique de la Vallée de Joux (ETVJ) in Le Sentier holte sich mit ihrem Handschuh „L’imperceptible“ den Konzeptpreis. Die Jury prämierte zudem den Brustpanzer „Loreley“ von Paula Stünitz, Lernende bei Beat Lehmann Goldschmied in Basel. Die technische Meisterschaft gewann Félicia Kocher, ebenfalls Lernende von Lehmann, vor Jonas Probst, Bijoux Stadelmann in Bern, und Lucie de Boer, die damit gleich zwei Preise mit nach Hause nehmen durfte. Die Preise über 4000, 2000 und 1000 Schweizer Franken wurden am 24. April im Anschluss an die technische Meisterschaft verliehen. Diese fand in Luzern, La Chaux-de-Fonds und erstmals auch in Zürich statt. Bei gutem Wetter und guter Stimmung trafen sich die angehenden Berufsleute und ihre Ausbildner zusammen mit Sponsoren, Medien und weiteren interessierten Branchenleuten zur Preisverleihung im Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL). Zur Meisterschaft zugelassen sind angehende Goldschmiedinnen und Goldschmiede im vierten Lehrjahr.

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"Placebo". Rahel Häberlin, Goldschmiede Feingold, Zürich.

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