1886 wurde in St. Gallen die Chronometrie und Goldschmiede Labhart eröffnet. Vier Generationen später, im Jahr 2005, haben Romano und Pia Prader das Traditionsgeschäft übernommen, das sie bis heute leiten. Dieses Jahr feiern sie den 140. Geburtstag des Unternehmens.
„Der Name Labhart war für mich nie verhandelbar.“ So antwortet Inhaber Romano Prader auf die Frage, ob eine Namensänderung des Geschäfts für ihn jemals denkbar war. Er ist überzeugt, dass sich Beständigkeit auszahlt, besonders im Luxusbereich. Die lange Firmengeschichte versteht er als Auftrag, das Vertrauen der Kundinnen und Kunden jeden Tag aufs Neue zu bestätigen.
Die Übernahme des Hauses vor 21 Jahren beschreibt der diplomierte Uhrmacher-Rhabilleur als einen besonderen Moment, in dem Freude und Zuversicht auf den Respekt vor früheren Generationen trafen. Dabei habe er von Anfang an das Ziel verfolgt, Labhart bewusst im Premium- und Luxusbereich zu positionieren. Diese Strategie hat sich offenbar bewährt. Heute zählen im Uhrenbereich Patek Philippe, Omega, Breitling, Longines und weitere Marken zum Portfolio. Im Schmucksektor pflegt Labhart Partnerschaften mit Wellendorff, Niessing, Fope, Yana Nesper und Leo Wittwer. Für Prader zeugen diese Partnerschaften von einer gemeinsam verstandenen Verantwortung.

2012 hat die Inhaberfamilie einen grossen Umbau in Angriff genommen. 2019 folgte der Umzug an den heutigen Standort an der Neugasse 48, mit dem die Verkaufsfläche deutlich vergrössert wurde. Mit den gemütlichen Sitzecken, der Espressobar und dem Kamin laden die Räume zum Verweilen ein. Was braucht es, damit sich die Kundschaft wohlfühlt? Prader strebt eine ruhige Atmosphäre mit einladender Präsentation an. Zentral sei eine kompetente Beratung, weil beim Verkauf im Luxusbereich das Vertrauen und die langfristige Begleitung gegeben sein müssen. All das würde nicht gelingen ohne das 14-köpfige Team aus Uhrmachern, Goldschmiedinnen und Verkaufspersonen, das die Familie Prader beschäftigt.

Die Zukunft von Labhart steht nicht in den Sternen. Romano Prader, Jahrgang 1962, berichtet von einer geregelten Nachfolge, die Schritt für Schritt umgesetzt wird. Die Söhne Patrick und Raphael sind bereits im Unternehmen tätig, Patrick als Uhrmacher, Raphael als Wirtschaftsinformatiker. „Gemeinsam verbinden sie Handwerk, Moderne und Unternehmergeist“, sagt Prader. „Genau das braucht es, um unser Haus in die Zukunft zu führen.“ Er zeigt sich dankbar für die Kundinnen und Kunden, die Labhart seit Generationen ihr Vertrauen schenken, für sein engagiertes Team und für seine Familie, die die Labhart-Geschichte lebendig hält. ca


