Seit 25 Jahren führen Jeannette und Singkham Xayaboun-Probst die Churer Goldschmiede UNIX, zusammengesetzt aus dem englischen Wort „unique“ und ihrem Familiennamen. Ende September haben sie ihr Jubiläum gefeiert und mit Gold’Or über ihr Geschäft gesprochen.
Die heutigen Inhaber sind bereits die dritte Generation, die die Goldschmiede in der Altstadt von Chur leitet. Nicht von den Eltern zum Kind, sondern vom Lehrmeister zum Lehrling ist das Geschäft weitergegeben worden. Singkham Xayaboun, der aus Laos stammt und als Kind mit seiner Familie in die Schweiz kam, hat das Goldschmiedehandwerk von Konrad Schmid gelernt. Denselben Weg hat Jeannette Probst gewählt: Die beiden haben sich in dem Betrieb kennengelernt, den sie als Ehepaar seit 2001 in Eigenregie unter dem Namen Unix führen.

Die Nähe zum Betriebssystem Unix, auf dem etwa Android und iOS basieren, habe schon Kunden aus dem IT-Bereich angelockt, erzählen die Inhaber: „Sie waren auf der Suche nach einem Goldschmied, weil sie ihren Frauen etwas schenken wollten, und haben sich von unserem Namen angesprochen gefühlt.“

Asia-Apéro, Mocktails und Konfekt
Gefeiert wurde am Samstag, 19. September. Weil die Unix-Inhaber selbst musikalisch aktiv sind, durften gute Klänge nicht fehlen. Dafür sorgten eine Band aus professionellen Jazz-Musikern, der Damenchor Chur Süd und das Gesangsquartett 4dunnas. Mocktails von der Bar und ein Asia-Apéro waren das kulinarische Angebot. „Wir hatten viel Hilfe aus der Familie, besonders von unseren Kindern, deren Partnern und Freunden“, sagen die Inhaber. Unter den 18- bis 25-Jährigen waren Hotelfachkräfte, ein angehender Hotelmanager und eine Konditorin. So waren die Bar, die Gesamtplanung und das Buffet in besten Händen. Den asiatischen Teil des Apéros hat Singkhams Schwester übernommen, die eine Cateringfirma führt.
„Ursprünglich wollten wir nur etwas Kleines machen“, erzählt Goldschmiedemeisterin Jeannette Xayaboun. Doch im Laufe der Vorbereitung seien immer mehr Ideen hinzugekommen, sodass sie und ihr Mann schliesslich rund 300 geladene Gäste begrüssen durften. Die Einladungen haben sie nicht auf Basis einer Kundenkartei verschickt, sondern sich auf ihre Erinnerungen verlassen. Das habe gut funktioniert, sagt Jeannette Xayaboun: „Wir fertigen Einzelstücke auf Kundenwunsch. Weil die Kundinnen die Idee und die Geschichte dahinter mit uns teilen, erinnern wir uns noch lange an den Schmuck.“


Casinostimmung am Glücksrad
Am Glücksrad winkten essbare sowie tragbare Gewinne: Neben süssen Leckereien konnte man auch Schmuckstücke gewinnen. Kam das Rad zum Beispiel bei der Kategorie „Collier“ zu stehen, durfte der oder die Glückliche ein solches aussuchen. Eine Vorauswahl hatte das Ehepaar Xayaboun bei der Vorbereitung getroffen. „Wir wollten Danke sagen und haben uns deshalb entschieden, einige Stücke aus unserem über die Jahrzehnte gewachsenen Lager zu verlosen.“ Wer sich mit seinem Gewinn nicht recht anfreunden konnte, durfte ein Schmuckstück vom Tausch-Teller nehmen, wobei regelrechte Casinostimmung aufkam. Obwohl das Fest als Dank für die treue Kundschaft gedacht war, fühlen sich die Inhaber selbst beschenkt: Die geladenen Gäste haben ihren Unix-Schmuck getragen, sodass Jeannette und Singkham Xayaboun die Fülle ihrer Einzelstücke an einem Tag wiedersehen und ein persönliches Wort mit den zufriedenen Trägern wechseln konnten.
Carina Andres


