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Ausgewählte Sieger des GPHG

Der Hauptpreis des diesjährigen Genfer Uhren-Grandprix GPHG, die „Aiguille d’Or“, ist an die Uhrenmarke Breguet und ihr Modell „Classique Souscription 2025“ vergeben worden. Insgesamt wurden am 13. November in Genf 20 Preise verteilt. Mit dem Jury-Spezialpreis ist der heute 83-jährige Alain Dominique Perrin ausgezeichnet worden, der viele Jahrzehnte bei Cartier und Richemont in führenden Positionen wirkte.

Romantisches Schmankerl

Die Classique Souscription 2025 von Breguet ist eine Reminiszenz an eine Einzeiger-Taschenuhr, die Breguet seit 1797 auf Subskriptionsbasis anbot. Die neu lancierte Uhr zeichnet sich durch ein 18-karätiges Goldgehäuse (40 mm) sowie ein Emailzifferblatt (Grand Feu) aus. Ausgestattet ist sie mit dem neuen Handaufzugskaliber VS00 mit 96-stündiger Reserve. Die durch ein Saphirglas sichtbare Werkrückseite ist handgraviert, auf dem Gehäuserand findet sich ein Guillochage-Muster. Und im unteren Zifferblattbereich ist zart eine Seriennummer sichtbar. Der Preis liegt bei 45’000 Franken.

breguet.com

Clockwork Orange

Den Preis für die beste Damenuhr gab es für die Gentissima Oursin Fire Opal von Gérald Genta, ästhetisch durch und durch eine Hommage ans wilde Erbe der Siebziger. Die Lünette des Goldgehäuses (36,5 mm) ist mit 137 Feueropalen besetzt – was ihr tatsächlich den Schein eines Seeigels verleiht –, das Zifferblatt besteht aus leuchtendem Karneol, die Zeiger sind aus Gold. Im Inneren tickt ein modiziertes Zenith-Elite-Automatikwerk, angetrieben von einer ebenfalls goldenen Schwungmasse. Der offizielle Preis der in einer 10er-Auflage gefertigten Prachtuhr liegt bei 120’000 Franken.

geraldgenta.com

Rollende Weltzeiten

Die mit dem Preis der besten Männerkomplikation ausgezeichnete Recital 30 von Bovet 1822 ist eine Weiterentwicklung der Recital 28, die im Vorjahr den Preis für aussergewöhnliche Mechanik erhielt. Ausgestattet mit einem im eigenen Haus hergestellten Titangehäuse verblüfft die Uhr mit einer speziellen Weltzeit-Anzeige mit 24 drehbaren Rollen, um auch seltene Zeitumstellungsphasen unter dem Jahr jederzeit abbilden zu können. Die nicht limitierte Uhr ist ab jetzt bestellbar, Geduld ist jedoch erforderlich, denn gutes Handwerk braucht Zeit. Der Kostenpunkt liegt bei 73’508 Franken.

bovet.com

Blitzende Nano

Die Nano Foudroyante mit Flyback-Chronograph von Greubel Forsey hat den Preis für aussergewöhnliche Mechanik erhalten. Ausgezeichnet worden ist die auf 22 Exemplare limitierte Version, die Greubel Forsey dieses Jahr mit einem Weissgoldgehäuse (37,90 mm) vorgestellt hat. Die Antriebstechnologie verbraucht nur einen Bruchteil der Energie pro Sekundensprung, sichtbar in Form des roten Zeigers, der in sechs Schritten pro Sekunde auf dem kleinen Zifferblatt rotiert, das sich wiederum, im Einklang mit dem fliegenden Tourbillon, einmal pro Minute im Kreis dreht. Der Preis beträgt 502’200 Franken.

greubelforsey.com

Feuer und Donner

Der auf 15 Exemplare limitierte Monopusher-Chronograph Télémètre von Angelus aus der Kollektion „La Fabrique“ ist mit dem Preis für den besten Chronographen ausgezeichnet worden. Die Uhr mit Handaufzugskaliber ist mit einem Gelbgoldgehäuse (37 mm) ausgestattet. Dank der Kilometer-Skala am Zifferblattrand kann die Entfernung eines Ortes ermittelt werden, wenn dort gleichzeitig ein Licht- und ein Schallereignis eintritt – dies typischerweise bei einem Gewitter. Der Kostenpunkt des eleganten Zeitmessers liegt bei 32’300 Franken.

angelus-watches.com

Schwarzer Adler

Der Preis für die beste Sportuhr ging dieses Jahr an Chopard und ihre „Alpine Eagle 41 SL Cadence 8HF“. Auffällig ist das keramikbeschichtete Titangehäuse (41 mm), das der Uhr ein edles und dynamisches Aussehen verleiht und gleichzeitig ultraleicht ist. Das Zifferblatt in schwarzem Titan mit strukturierter Oberfläche sorgt für visuelle Bewegtheit und spannungsreiche Lichteffekte. Im Inneren tickt ein Automatikwerk mit hoher Frequenz und einer Gangreserve von 60 Stunden. Die auf 250 Exemplare limitierte Uhr liegt preislich bei 23’700 Franken.

chopard.com

Titelbild: Verrücktes Grün

Mit dem kleinen Hauptpreis – der „Petite Aiguille“ – wurde die grüne Version der M.A.D.2 Green der zur MB&F-Familie gehörenden Marke M.A.E.Editions ausgezeichnet. Der zweite Wurf aus dem M.A.D.-Haus, das Design stammt von Eric Giroud, besticht durch die rotierenden Scheiben für die Minute und die Stunde. Während die Minutenscheibe kontinuierlich im Kreis dreht, spring die Stunde alle 60 Minuten eine Ziffer weiter. Im Inneren des Stahlgehäuses (42 mm) wurde als Basis ein Werk von La Joux-Perret verwendet, das schon bei der M.A.D.1 zum Einsatz kam. Der Preis liegt bei 3135 Franken.

mbandf.com/madedition

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