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Nur vereinzelt Rekorde in Genf

Bei den Juwelenauktionen von Christie’s und Sotheby’s im Mai in Genf wurden vereinzelt Rekorde aufgestellt. Mehrere preislich sehr hoch angesetzte Objekte blieben, insbesondere bei Sotheby’s, am Ende aber ohne Käufer.

Dass angesichts rekordheisser Sommertage viele Menschen vom Meer träumen, ist kein Geheimnis. Schon im Vorfeld der Genfer Juwelenauktionen, die Mitte Mai stattgefunden haben, sorgte vor allem der spektakuläre Diamantring „The Ocean Dream“ für hitzige Diskussionen. Geschätzt auf einen Preis zwischen sieben und zehn Millionen Franken wurde der Ring schliesslich zum Rekordpreis von 13,567 Millionen Franken versteigert. Das entspricht dem höchsten Auktionspreis, der je für einen Diamanten der Farbe Fancy Vivid Blue-Green erzielt worden ist.

Deutlich über dem Schätzpreis verkauft wurde bei Christie’s auch ein faszinierendes Naturperlen-Collier aus den 1920er Jahren, bestehend aus zwei Strängen mit gesamthaft 92 ovalen bis runden Perlen mit Grössen zwischen 7,4 und 12,4 Millimetern. Ebenfalls deutlich über dem Schätzpreis versteigert wurden bei Christie’s verschiedene Saphir-Ringe. Darunter eine in Platin gefertigte Ringkreation von Harry Winston, besetzt mit einem ovalen Saphir-Cabochon mit 76.39 Carat, umgeben von zehn birnenförmigen Diamanten zwischen 1.05 und 1.15 Carat sowie Brillanten. Geschätzt auf rund 0,6-1,1 Millionen Franken wurde der Ring am Ende für 1,768 Millionen Franken versteigert.

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Den höchsten Preis erzielte bei Sotheby’s ein Paar loser Diamanten im Brillantschliff der Farbe D mit je 18.38 Carat, die im Rahmen des Schätzpreises für 2,536 Millionen Franken versteigert wurden. Dem Trend grosser Brands entsprechend wurden auch bei Sotheby’s diverse Stücke bekannter Häuser deutlich über dem Schätzpreis versteigert, darunter beispielsweise ein Ohrhänger-Paar von Boucheron von circa 1960, mit Burma-Rubinen und verschiedenen Baguette-Diamanten, das, im Vorfeld auf rund 95’000 bis 140’000 Franken geschätzt, einen Preis von 614’400 Franken erzielte.

75 Millionen in zwei Tagen

Die beiden Messen erbrachten an zwei Tagen, am 12. und 13. Mai, gesamthaft rund 75 Millionen Franken. Bei Sotheby’s erzielten 115 Lots insgesamt 23,361 Millionen Franken, was einem durchschnittlichen Preis pro Lot von 203’139 Franken entspricht. Viele hochpreisige Stücke blieben bei Sotheby’s dagegen ohne Käufer, darunter auch das „Premium Lot“ des Anlasses, ein auf 7,2 bis 9,6 Millionen Franken geschätzter Ring mit einem Fancy-Vivid-Blue-Diamanten von 6.03 Carat. Die Christie’s-Auktion „Magnificent Jewels“ erbrachte einen Tag später deutlich höhere Verkaufspreise: Insgesamt erzielten dort 87 Objekte einen Gesamtpreis von 51,859 Millionen Franken, was pro Objekt einem durchschnittlichen Preis von 596’086 Franken entspricht. mw

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