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Definitiv etabliert

Die Edelstein- und Schmuckmesse GemGenève hat im November ausserordentlich zum zweiten Mal in diesem Jahr stattgefunden. Dank dem Engagement und Innovationsgeist der Organisatoren rund um die Co-Gründer Thomas Faerber und Ronny Totah ist die 2018 lancierte Messe zu einer festen Grösse in der internationalen Branchenagenda avanciert.

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Brosche „Schneeflocke“ in Platin mit Diamanten, dem Atelier A. Holström zugeschrieben, Maison Carl Fabergé, nach einer Zeichnung von Alma Pihl. Privatsammlung.

Die zweite diesjährige Auflage der GemGenève ist mit grossem Erfolg durchgeführt worden. Allein die Zahlen sprechen für sich: 3543 Besucher, davon 1662, die die Messe mehrmals besuchten, was eine Frequenz von 5205 Eintritten ergab. Zum Vergleich: bei der Messe im Mai waren es 3302 Besucher mit einer Frequenz von 4850 Eintritten. Die Entscheidung, aufgrund der Anregung seitens vieler Besucher noch in diesem Jahr eine zweite GemGenève durchzuführen, erwies sich als richtig. Darauf verweist auch, dass rund 80 Prozent der Teilnehmer der Mai-Austragung auch im November dabei waren.

Spätestens jetzt ist es der Messe GemGenève gelungen, sich als fixer Event im internationalen Branchenkalender zu etablieren. Das Erfolgsrezept der GemGenève-Organisatoren rund um Ronny Totah ist gestern wie heute das Gleiche geblieben: eine Messe von Branchenleuten für Branchenleute zu veranstalten und dabei die Interessen der Aussteller und Besucher stets an erster Stelle zu gewichten. Damit zusammen hängt auch, dass die GemGenève kein quantitatives Wachstum anstrebt, obwohl die Ausstellernachfrage dies zuliesse, und auf Qualität statt auf Masse setzt; sprich, die Zahl von rund 200 Ausstellern soll nicht überschritten werden.

Ob es auch in Zukunft, wie 2022, zwei GemGenève-Austragungen im gleichen Jahr geben wird, hänge von den Wünschen der Aussteller und Besucher ab, so Nadège Totah, Mitorganisatorin der GemGenève. In jedem Fall fix gesetzt ist die Veranstaltung im Mai in Genf, für eine allfällige zweite Auflage im Herbst stehen neben Genf auch Städte wie Singapur, Dubai oder New York als mögliche Veranstaltungsorte zur Diskussion.

Im Gegensatz zu den bisherigen Ausgaben, die alle in der Palexpo-Halle 7 ausgetragen wurden, fand die November-Auflage in der etwas grösseren Halle 6 statt. Dies bot den Organisatoren viele Freiheiten bei der Raumaufteilung. Es entstand erneut eine angenehme, familiäre Atmosphäre, für die die GemGenève von Besuchern wie Ausstellern gleichermassen geschätzt wird.

Designschmuck – gestern und heute

Neben dem Hauptbereich mit den führenden Edelsteinhändlern der Welt stiessen die drei Designbereiche Emerging Talents, New Designers und Vivarium Quartet mit insgesamt dreizehn internationalen Schmuckdesignern auf grosses Interesse. Zum zweiten Mal gab es zudem einen Ausstellerbereich mit ukrainischen Schmuckdesignern. Insgesamt neun Hersteller zeigten dort ihre Kreationen. Einen weiteren Glanzpunkt bot die in Zusammenarbeit mit der Fondation Igor Carl Fabergé organisierte Ausstellung „Fabulous Carl Fabergé“, die das Schaffen des grossen russischen Goldschmieds mit 140 Exponaten würdigte. Nicht undenkbar, dass diese Ausstellung an der GemGenève im Mai noch einmal auf die Beine gestellt wird. Der Zuspruch wäre ihr jedenfalls gewiss.

Auch die zahlreichen Vorträge, Konferenzen und Podiumsgespräche stiessen auf grosses Interesse. Im Schnitt wohnten 40 bis 50 Besucher den Veranstaltungen bei. Für jene, die nicht an der GemGenève teilnehmen konnten, steht das komplette Vortragsprogramm in Form von Video-Podcasts online zur Verfügung (www.digital.gemgeneve.com). Und nicht zu vergessen die Ausstellungsbereiche der vier Fachschulen CFP Arts, ETVJ Cifom-EAA sowie HEAD Genève.

Die nächste GemGenève findet eine Woche später als in den Vorjahren statt, und zwar vom 11. bis 14. Mai im Palexpo in Genf. Dies wiederum in Abstimmung mit der Geneva Luxury Week mit den grossen Juwelenauktionen von Sotheby’s und Christie’s, die entsprechend wieder in den Tagen nach der GemGenève stattfinden. Wie GemGenève-Messedirektor Mathieu Dekeukelaire augenzwinkernd andeutete, seien für die kommende Mai-Austragung bereits wieder diverse Überraschungen in Planung. mw

gemgenève.com

Titelbild: Zu sehen im Designbereich „Vivarium Quartet“: The Beauty Ring von MAD Joaillerie: Gelbgold (Fairmined), Rubellit, Saphire sowie zwei gekürzte, rohe Indigolith-Nadeln (Turmalin).

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