2024 hat die Hug Uhrband AG die Manufaktur Di-Modell im baden-württembergischen Tauberbischofsheim übernommen und ihre Möglichkeiten in der Produktion von Original-Uhrenbändern und Ersatzbändern erweitert. Neu hinzugekommen ist auch die Fertigung von Accessoires und modischen Lederbändern fürs Handgelenk.
Die Zusammenarbeit zwischen der Hug Uhrband AG und der Uhrband-Manufaktur Di-Modell war schon immer sehr eng. Der deutsche Spezialist für handgefertigte Uhrbänder war seit vielen Jahren ein zentraler Lieferant der Hug Uhrband AG. Als Inhaber Claus Peter Ehlbeck vor drei Jahren eine Nachfolgelösung suchte, war für beide Seiten bald klar, dass eine Übernahme die optimale Lösung ist. Ehlbeck war an einem langfristigen Weiterbestehen des traditionellen Manufakturbetriebs interessiert. Und Hug Uhrband gewann durch die Übernahme von Di-Modell ein wichtiges Standbein für die Produktion von Originalbändern und Ersatzbändern dazu.

Standortvorteile der Manufaktur
Die Manufaktur Di-Modell mit rund 50 Mitarbeitenden ist seit jeher spezialisiert auf die Fertigung von Original-Bändern in Leder für Uhrenmarken. Aber auch die Fertigung von Ersatzbändern unter dem Namen Di-Modell war immer Teil der Produktion. Seit der Übernahme kümmert sich Manuel Hug in Tauberbischofsheim zusammen mit dem langjährigen Betriebsleiter Norbert Laubrock um die Geschäftsführung, während sein Bruder Severin Hug den Geschäftssitz in Zürich mit insgesamt fünf Mitarbeitenden betreut. Die Manufaktur bietet dem Zürcher Familienunternehmen heute die Möglichkeit, auf sämtliche Kundenanfragen schnell und flexibel einzutreten.
Designed in Switzerland – manufactured in Germany, diese Devise wird für Hug Uhrband immer mehr zum Wettbewerbsvorteil. „Wir spüren ein Bedürfnis seitens der Uhrenmarken, sehr genau zu wissen, woher das Leder kommt. Auch bei alternativen Materialien wächst das Interesse, die Herkunft und Beschaffenheit des Garns oder von Klebestoffen zu kennen“, so Severin Hug. Die Manufaktur in Deutschland erfüllt aufgrund der Anforderungen der Grosskunden, die weltweit tätig sind und sehr hohe Materialstandards, etwa im Bereich von Schadstoffen wie PFAS haben, längst hohe Normen. Dazu gehört, die eigenen Lieferanten wie Lederhändler oder Gerbereien genau zu kennen. Bezüglich der Lieferanten im Bereich Kalbs- und Rindsleder kommt das meiste von Herstellern und Gerbereien aus Italien, manches auch aus Irland. „In einigen Fällen wissen wir bis zum Feld, auf dem die Kuh gelebt hat, woher das Leder stammt“, so Hug.

Grosses Sortiment und viel Flexibilität
Mit Di-Modell deckt Hug Uhrband den gesamten europäischen Markt mit Ersatzbändern ab. Darüber hinaus kommt die direkte Zusammenarbeit mit den Uhrenherstellern für die Fertigung der markenspezifischen Original-Uhrenbändern für neue Modelle und Kollektion. Das können sehr grosse Serien sein. Aber auch auf kleinere Aufträge, etwa von Nischenmarken, kann Hug Uhrband heute schnell und flexibel reagieren. Zudem gebe es bei Uhrbandbestellungen aus dem Sortiment keinen Kleinmengenzuschlag. Und auch individuelle Sonderanfertigungen sind jederzeit möglich: „Wenn jemand eine Uhr geerbt hat, können wir das auf Mass und in der Farbe der Wahl in Deutschland anfertigen, hier finden wir immer eine Lösung“, so Severin Hug.
Der Bereich Ersatzband ist eine weitere Kernstärke des ausserordentlich grossen Sortiments: Ab Lager seien alle erdenklichen Breiten und Längen lieferbar, von 6 bis 30 Millimeter, von XS bis XL. Geliefert wird in der Regel innerhalb von 24 Stunden. „Wir sind per Telefon, Mail, Fax sowie online rund um die Uhr erreichbar“, so Severin Hug. Zudem arbeite man mit Konsignationen und langfristigen Auswahlen, beispielsweise für neu eröffnete Geschäfte, die nicht gleich am Anfang eine grosse Investition in eine breite Bandauswahl tätigen wollen. Auch kurzfristige Auswahlen, zum Beispiel für zwei Wochen, sind möglich.

Accessoires und zusätzliche Bereiche
In der Manufaktur in Deutschland werden hauptsächlich Uhrenbänder aus Leder hergestellt. Steigend ist auch die Nachfrage nach veganen Bändern in alternativen Materialien, beispielsweise aus nachhaltig hergestellten Garnen. Neu dazugekommen sind Modearmbänder in Leder, die neben dem klassischen Uhren- und Schmuckfachhandel auch in Modeboutiquen vertrieben werden. Beide Sortimentsbereiche werden in der Manufaktur in Deutschland unter dem Markennamen Rhein Fils hergestellt.
Seit vielen Jahren vertreibt das Zürcher Unternehmen in der Schweiz auch die Uhrenbeweger des englischen Herstellers Rapport London. Zu dessen Sortiment gehören auch Reiseetuis, Schmuckboxen und weitere Lederaccessoires im Bereich Uhren- und Schmuck.
Darüber hinaus vertreibt Hug Uhrband in der Schweiz auch Uhrenbatterien der Hersteller Murata und Energizer. „Dies ist ein gut laufendes Zusatzgeschäft. Viele Kunden sind froh, dass wir auch diesen Bereich abdecken und dass sie direkt über die Schweiz bestellen und den umständlichen Weg übers Ausland umgehen können“, so Severin Hug.
Marcel Weder


