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Vier Tage Inspiration in München

Ab dem 22. Oktober findet die Munich Show mit der Gemworld statt. Warum sich der Besuch für Juweliere, Gold- und Silberschmiede und natürlich Edelsteinhändler lohnt, lesen Sie in dieser Vorschau.

Zum 62. Mal findet die Munich Show statt. Messeleiter Christoph Keilmann hat dieses Amt von seinem Vater, dem Gründer der Messe, übernommen. Klein hat alles angefangen, Mitte der 60er Jahre, als Börse für befreundete Sammler und Händler. Heute begrüssen Keilmann und sein Team über 1200 Aussteller aus 64 Ländern.

Auf rund 50‘000 Quadratmetern macht die Veranstaltung die ganze Palette der Branche sichtbar: von der Rohware für die Schmuckherstellung wie Edel- und Farbsteine, Meteoriten, Perlen und Korallen bis zu verkaufsfertigen Schmuckstücken in unterschiedlichen Preisklassen. Im Gegensatz zu anderen Messen in der deutschsprachigen Landschaft ist die Munich Show keine Ordermesse: Fachbesucher können direkt vor Ort einkaufen und die Ware am nächsten Arbeitstag gleich ins Schaufenster legen. Wartezeiten entfallen.

Wer stellt aus?

Schmuck und Edelsteine sind in den Hallen A1 und A2 zu finden. Zum ersten Mal gibt es dieses Jahr einen Bereich für Numismatik, der in der Halle A1 liegt. Mineralienfans kommen in B1 und B2 auf ihre Kosten, Fossilienfreunde jeden Alters in B3.

Im Edelsteinbereich gehören Groh + Ripp, Claudia Hamann, Hermann Grimm, Stephangems, Emil Weis, C. Bansal, CHQ und Ebner Fine Gems zu den Ausstellern. Im Schmuckbereich finden sich Bahl Collection, Blue Gems, Erfurt-Design, Brentani, Kiefer-Schmuck, Felix Z Designs, LuLu Design, Plata Pa’ti, Pink City, Hüller & Hüller, Gudrun Haug sowie Alessio Sorrentino.

Neben den Inspirations- und Kaufgelegenheiten vermittelt die Munich Show auch Wissen. Dafür wird jedes Jahr ein vielseitiges Vortragsprogramm erarbeitet, bei dem Expertinnen und Experten aus ihren jeweiligen Branchen referieren. Tom Stephan von der deutschen Gemmologischen Gesellschaft spricht über synthetische Diamanten. Claudio Milisenda, ebenfalls von der DGemG, stellt einen neuen Paraiba-Fundort in Äthiopien vor. Eine Software für Fantasieschliffe namens RayCarve präsentiert Tobias Wüthrich, Präsident der Schweizer Facettierer-Gilde. Die Redakteurin Annegret Moser zeigt mit emotionalen Geschichten aus Kunst, Kultur und Weltgeschichte, wie man Edelsteine neu erleben kann.

Eingang West statt Ost

Eine wichtige Änderung dieses Jahr: Der Eingang ist auf der Westseite der Messe, genau wie für die Inhorgenta. Regulär finden die Mineralientage beim östlichen Eingang statt. Die Anordnung der Stände wird aber beibehalten. Wer mit dem Auto anreist, kann das Parkhaus West oder Ost ansteuern. Der Donnerstag und Freitag sind den registrierten Fachbesuchern vorbehalten, am Wochenende ist die Messe für alle Neugierigen offen. Für Familien gibt es in der Halle B3 zahlreiche Angebote wie Geoden knacken, Dinos malen oder Specksteinschnitzen.

Beim Schmuckwettbewerb des Young Designers Corner messen sich internationale junge Talente. Alle von der Jury bestimmten Finalisten erhalten in der Halle A1 die Chance, ihre Arbeiten einem Fachpublikum und der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Der Gewinner erhält im Folgejahr einen kostenlosen Messestand. Gleich neben den Nachwuchs-Designern sind die Berufsbildende Schule Idar-Oberstein und die Goldschmiede- und Uhrmacherschule Pforzheim mit Live-Vorführungen ihrer Schülerinnen und Schüler untergebracht.

Carina Andres

Pioniere, Legenden und Monarchen in zwei Sonderschauen
Die grosse Sonderschau „Pioneers and Legends“ macht in Halle B1 die Entstehung des heutigen Mineralien-Ökosystems erfahrbar und ehrt viele bedeutende Persönlichkeiten, die dieses Feld geprägt haben. In der Ausstellung sind Objekte aus bemerkenswerten Sammlungen zu sehen. Das bayerische Erbe der Mineralientage kommt bei einer zweiten Sonderschau in Halle A1 zur Geltung. Sie repräsentiert zwei Leidenschaften des Königs Ludwig II, Schmuck und Edelsteine sowie die Fotografie. Zu sehen sind Schmuckstücke aus dem Besitz des bayerischen Monarchen und seltene Original-Fotografien, die er in Auftrag gab.

 

Edelsteinvielfalt in sechster Generation
Die Firma Hermann Grimm KG ist seit der ersten Gemworld in der Münchner Messe vertreten. Dieses Jahr findet sich ihr Stand 111 neu in der Halle A1. Das Familienunternehmen aus Idar-Oberstein wird in sechster Generation geführt und bearbeitet mehr als 70 verschiedene Edelsteinarten. Zum Angebot gehören feine facettierte Edelsteine, Cabochons, Gravuren und farbintensive Kristalle. Dank des breit sortierten Lagers setzt das Unternehmen auch individuelle Kundenwünsche zeitnah um. Halle A1, Stand 111 / h-grimm.com

Eine Bühne für den Edelstein
Groh + Ripp präsentiert sich an der Gemworld mit einem neuen Messestand. Der modernere Auftritt stellt die Farbigkeit der Edelsteine in den Vordergrund. Das Familienunternehmen aus Idar-Oberstein, das seit 1953 auf Farbedelsteine und anspruchsvolle Schliffe spezialisiert ist, bringt Naturfarbsteine in unterschiedlichen Farbwelten und individuellen Schliffen mit nach München – vom Einzelstein bis zu sorgfältig zusammengestellten Serien. Dazu gehören auch die Lagoon-Turmaline mit ihren Blau-Grün-Nuancen. Neben den Steinen steht für Groh + Ripp der persönliche Kontakt mit den Kunden im Zentrum. „Die Gemworld liegt für uns logistisch und vom Zeitpunkt her ideal. Wir schätzen vor allem die hervorragende Erreichbarkeit für unsere internationalen Kunden, eine reibungslose Organisation und die effiziente, aber dennoch herzliche Atmosphäre vor Ort“, sagt Geschäftsführerin Nicole Ripp. Halle A1, Stand 235 / groh-ripp.de

 

Offener Schleifwettbewerb
Beim jährlichen Wettbewerb der Facettierer-Gilde, den European Open, können Hobby- und Profischleifer ihr Können unter Beweis stellen. In diesem Jahr ist ein facettierter Topas einzureichen. Die Gewinnersteine kürt das Messepublikum auf der Munich Show nach dem „Gefällt mir“-Prinzip per Stimmzettel. Die Sieger werden am Messesonntag bekanntgegeben und mit Urkunden, Medaillen und Geldpreisen ausgezeichnet. Bis auf den optionalen Postversand des Steins kostet die Teilnahme nichts. Weitere Informationen und Anmeldung unter facettieren.ch. Steine können bis zum zehnten Oktober eingesendet werden. Halle A1, Stand 341 / facettieren.ch