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Erwarteter Rückgang der Uhrenexporte

21,9 Prozent weniger Uhren und Bestandteile wurde im Monat März aus der Schweiz exportiert. Die Gesamtsumme belief sich auf 1,293 Milliarden Franken. Die Zahl sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Sell-out in den Geschäften selber im März im Vorjahresvergleich noch weitaus stärker zurückgegangen ist. Ein deutlicherer Indikator für die prekäre Situation ist wohl der Rückgang der exportierten Stückzahl: Diese reduzierte sich im Vergleich mit März 2019 von 1,58 Millionen auf 902’076 Uhren, was einer Abnahme um 43,1 Prozent entspricht. Den wertmässig grössten Schwund gab es für den Ausfuhrmarkt Hongkong mit einem Rückgang um 41,3 Prozent von 236,0 (März 2019) auf 138,5 Millionen Franken.

USA-Lockdown wird sich erst in den April-Zahlen auswirken

Ebenfalls zu erwähnen ist, dass sich der Lockdown in den Exportzahlen für die USA, des aktuell grössten Ausfuhrlandes, in der März-Statistik noch nicht niedergeschlagen hat. Im Vorjahresvergleich lag der Wert für den US-Markt sogar 20,9 Prozent höher, sprich bei 226,7 Millionen gegenüber 187,5 Millionen vor Jahresfrist. Das hängt damit zusammen, dass in den USA erst am 21. März erste Bundesstaaten Lockdown-Massnahmen einführten. Deshalb ist für den Monat-April noch einmal mit einer zusätzlichen Verschlechterung der gesamten Exportwerte zu rechnen. Auf das ganze Quartal gerechnet lagen die weltweiten Zahlen Ende März 7,5 Prozent tiefer als 2019.

 

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