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Schmuckdesign an der GemGenève

Im Designer Village werden in der Kategorie New Designers Nachwuchstalente vorgestellt, die bereits in der Schmuckszene aktiv sind und eine eigene kreative Vision für die Zukunft der Schmuckgestaltung haben.

A.win Siu

A.win Siu ist eine chinesische Schmuckkünstlerin. Bei ihrer ersten Teilnahme an der Fachmesse GemGenève im Jahr 2022 machte sie mit farbigen Pop-Arbeiten auf sich aufmerksam. Ihre Kreationen versteht sie als eine Art Spiegel, der persönliche Wahrnehmung beim Betrachter auslöst. Das Schmuckstück kombiniert verschiedene Materialien, darunter Titan, Emaille, Paraiba-Turmalin aus Brasilien, Burma-Saphir, Rubin, Spinell und Diamanten. Ergänzend präsentiert sie eine Brosche in Bonbonform aus der Kollektion „Something Sweet“, ausgeführt mit einem kolumbianischen Smaragd.

Be Liza

Die Künstlerin mit litauischen Wurzeln, Be Liza, versteht Schmuck als Alltags-Rüstung für Frauen. Ihre Kreationen im Gothic-Stil sind inspiriert von moderner Weiblichkeit. Die Kollektionen verbinden sorgfältig ausgewählte Edelsteine mit Savoir-faire: Neben filigranen Spitzenelementen aus Metall verleihen hochwertige Veredelungen, wie die Spiegelglanzpolitur, den Schmuckstücken ihre extravagante Ausstrahlung. Die in London ansässige Schmuckdesignerin stellt dieses Jahr erstmals als New Designerin an der GemGenève aus.

Richard Wu

Seit seiner Teilnahme an der GemGenève 2025 hat Richard Wu zahlreiche Anregungen und gestalterische Impulse erhalten. Der Künstler, der ursprünglich auf Jade-Schnitzerei spezialisiert war, arbeitet seit 2005 unter dem Label Liu Guangjia. 2015 absolvierte er einen Aufenthalt in Italien, um sein Wissen in klassischen Goldschmiedetechniken zu vertiefen. Heute verbindet er handwerkliche Traditionen wie die Goldgravur und das Fassen von Edelsteinen mit der chinesischen Handwerkskunst.

Incarnem

Die Marke Incarnem wurde 2023 von Marine Billet gegründet, die ursprünglich als Architektin tätig war und seit 2015 im Schmuckbereich arbeitet. Zu Beginn ihrer Laufbahn war sie als freie Designerin für Pariser Modehäuser tätig, darunter Schiaparelli. Sie arbeitet bevorzugt mit Gussverfahren, um reale Strukturen und Oberflächen in Metall zu übertragen. Die Stücke bewegen sich zwischen Schmuck und skulpturalem Objekt und hinterfragen die Grenze zwischen Körper und Schmuck. Mit ihrer ersten Teilnahme an der GemGenève streicht die Marke ihre Position im internationalen Schmuckkontext weiter heraus.

Mike Joseph

Mike Joseph ist ein armenischer Juwelier und Gründer der 2015 etablierten gleichnamigen Fine-Jewellery-Marke. Joseph stammt aus einer Juweliersfamilie und kam früh mit Edelsteinen in Kontakt. Er absolvierte eine umfassende Ausbildung bei verschiedenen Meistern in mehreren Städten, die seine handwerklichen und gestalterischen Fähigkeiten prägten. Mit über 24 Jahren Erfahrung entwickelt er Schmuckdesigns, die traditionelle Elemente mit modernen Ansätzen verbinden. In diesem Jahr ist Mike Joseph erstmals als Aussteller auf der GemGenève vertreten und präsentiert dort seine Arbeiten einem internationalen Fachpublikum.

Jaqueline Powers

Die US-amerikanische Marke Jaqueline Powers wurde 2024 erstmals an der GemGenève vorgestellt und machte dort mit Schmuck in Braun- und Grautönen auf sich aufmerksam. Hinter dem Label steht Vince Gerardis, Co-Produzent der Serie Game of Thrones. Gefertigt wird in Rom, mit einem klaren Fokus auf reduzierte Gestaltung und hochwertige Ausführung. Die Produktion bleibt bewusst limitiert: Pro Monat entstehen höchstens zwei Einzelstücke. Die Arbeiten wurden bereits bei Veranstaltungen wie der Met Gala getragen. In diesem Jahr kehrt Jaqueline Powers an die GemGenève zurück und präsentiert im Designer Village ihre neuesten Kreationen. eb

Titelbild: Incarnem, Kollektion „Morceaux choisis de Paris“, Halskette, Karyatide in Handform, vergoldete Bronze

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