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Gem Factor Emeralds

Als Tochter einer Goldschmiedin und eines Edelsteinhändlers wurden Vanesa Heshusius Smaragde sozusagen in die Wiege gelegt. Vor einem Jahr ist die Kolumbianerin ihrem Ehemann mit Schweizer Wurzeln hierher gefolgt. Heute bedienen die beiden Goldschmiede und Bijoutiers mit den feinsten Smaragden direkt von der Mine.

Zweimal ist Stephan Heshusius bis heute der „Liebe auf den ersten Blick“ begegnet. Das erste Mal, als er Vanesa auf einer Ferienreise in Kolumbien getroffen hat, und das zweite Mal, als ihm sein heutiger Schwiegervater einen einkarätigen Smaragd von höchster Qualität geschenkt hat. „Obwohl ich in Kolumbien aufgewachsen bin, hatte ich vorher nicht viel mit den grünen Steinen zu tun“, erinnert er sich. „Aber als ich dieses Leuchten und die Intensität der Farbe wahrgenommen habe, kam ich aus dem Staunen kaum heraus.“

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Schönes Gesteinsexemplar aus schwarzem Schiefer mit Smaragden, Calcit und Pyrit.

Stephan Heshusius hat kolumbianische, holländische und Schweizer Wurzeln, ist in Bogotá, der Hauptstadt Kolumbiens, aufgewachsen und lebt seit 2004 in der Schweiz. Nach einer Lehre als Automechaniker in Zürich und einem Ingenieur-Studium in Biel hat sein Leben durch die Begegnung mit Vanesa eine schicksalshafte Wende genommen. 2019 gründeten die beiden die Firma Gem Factor, die mit Smaragden direkt von der Mine Chivor im Norden des südamerikanischen Landes handelt. Aus dem Smaragd, den er von Vanesas Vater bekommen hat, liess Heshusius von einem befreundeten Goldschmied in Biel einen Solitärring fertigen, mit dem er seiner Geliebten einen Heiratsantrag machte. Nun sind die beiden seit Oktober verheiratet und widmen sich mit viel Herzblut dem Smaragd-Geschäft.

Das Glück erkannt

Schmuck und Edelsteine waren ein allgegenwärtiges Thema im Elternhaus von Vanesa Heshusius. Als gelernte Grafikerin stieg sie ins Geschäft ihres Vaters ein. Dieser arbeitete seit seinem 18. Lebensjahr als Steinschleifer und Händler in den Minen der Provinz Boyacá und wurde schliesslich Miteigentümer der Mine von Chivor, die für ihre bläulich-grünen und ausgesprochen wertvollen Smaragde berühmt ist. „Als ich in die Berufswelt einstieg, erkannte ich das Glück, das ich hatte, dass diese schönen Edelsteine so nahe um mich herum waren, und dass ich vom grossen Fachwissen meines Vaters profitieren konnte“, erinnert sich die 29jährige.

Stundenlang habe sie ihrem Vater zugehört, wenn er Geschichten aus den Minen erzählte und ihr erst die rohen und dann die geschliffenen Edelsteine gezeigt habe. Vanesa war immer öfters in den Minen anzutreffen, wo sie mit grossem Interesse alle Prozesse beobachtete. „Ich wollte genau wissen, warum diese Smaragde auf der ganzen Welt so begehrt sind“, sagt sie. Nach und nach sei ihr bewusst geworden, dass sie diese Familientradition weiterführen und die grünen Schätze der Welt zugänglich machen wolle. Auch sie bezeichnet die Begegnung mit Stephan als überaus glückliches Ereignis: „Es ist grossartig, dass wir zusammen diese Firma gründen konnten und ein Verbindungsglied zwischen den kolumbianischen Smaragdminen und den Schmuckherstellern hier sein dürfen,“ sagt sie.

gem-factor.ch

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