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Ein Souvenir für junge Talente

Gold’Or ist den Medaillen der Schweizer Goldschmiede-Meisterschaft auf den Grund gegangen und hat mit einigen der kreativen Köpfe gesprochen, die daran mitgewirkt haben. Ein Blick hinter die Kulissen des Wettbewerbs.

Die stilisierten Facetten eines Diamantschliffs als Relief aus leeren und ausgefüllten Flächen. In der Mitte stolz geschwungen die Zahl „26“. Und oben ein blaues Seidenband. So sieht die Medaille aus, mit der die Gewinnerinnen und Gewinner der Schweizer Goldschmiede-Meisterschaft prämiert wurden. Das Design stammt von zwei jungen Goldschmieden aus dem Raum Fribourg: Tom Ducommun-dit-Verron und Jonas Huber. Beide haben vor zwei Jahren selbst erfolgreich an der Technik-Meisterschaft teilgenommen.

Das Motiv verweist nicht nur auf den Salt-and-Pepper-Diamanten von Sponsor KGK Suisse, der bei den Design-Stücken eingearbeitet werden musste. Der Diamant ist zugleich ein Symbol für das Handwerk des Goldschmieds. Dieses Symbol wollten Huber und Ducommun-dit-Verron schlicht, aber wirkungsvoll umsetzen. Im Herbst haben sie mit der Ideenfindung und ersten Skizzen begonnen, im Januar schliesslich das fertige 3D-Modell eingereicht.

Ein Überblick der Medaillen seit 2021 von vorne…
…und von hinten. Bei diesen Exemplaren sind nicht die Namen der Gewinner eingraviert, sondern die der Designer.

Guss und Feinschliff

Für den 3D-Druck, den Abguss und die für die sieben Medaillen benötigte Bronze kam der Hauptsponsor Altmann Casting auf. Daniel Gut, seit 2006 Organisator der technischen Meisterschaft, hat persönlich die Gussansätze entfernt. Er erzählt, die Arbeit sei mit den grossen Maschinen in seiner Garage schnell gemacht – verglichen mit der mühsamen Arbeit der Lehrlinge mit feinerem Werkzeug. Nach der Arbeit des Galvanikers sind alle Verfärbungen und Fingerabdrücke verschwunden. Die Goldmedaille wurde vergoldet, die für den zweiten Platz versilbert. Anschliessend wurde ein Seidenband angenäht und der Name des jeweiligen Gewinners auf die Rückseite graviert.

Die Sponsoren und Organisatoren waren bei der Preisverleihung in Luzern dabei. Tom Ducommun-dit-Verron, der als Fotograf im Einsatz war, beschreibt die Freude der Preisträger als seinen grössten Gewinn. Jonas Huber, der die französische Moderation übernahm, ist überzeugt, dass die Medaille die Teilnehmerinnen immer an diesen Moment in ihrer Karriere erinnern wird. Das erfüllt ihn mit Stolz und Zufriedenheit. Daniel Gut bedauert, dass wegen der aussergewöhnlich hohen Teilnehmerzahl nicht alle Begleitpersonen mitkommen konnten. Trotzdem sei es ein toller Abend gewesen, besonders als alle jungen Talente vorne versammelt standen. Überraschend hat er selbst eine – handgefertigte – Medaille erhalten, zum Dank für sein Engagement seit 20 Jahren. Sein Dank gilt wiederum Michèle Froidevaux, die seit diesem Jahr den Design-Wettbewerb leitet, und Gilles Meier, der als Graveur in der Jury wirkt. ca

smgold.ch