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Nino & Cie. bei Bucherer

Wenn sieben Freunde in den Sommerferien beschliessen, dem Bucherer-Hauptgeschäft in Luzern einen Besuch abzustatten, funkeln nicht nur Kinderaugen, sondern auch Smaragde und Diamanten. Entsprechend bekamen sie am Ende sogar ein millionenschweres Modell präsentiert, das selbst moderne KI-Tools ins Schwitzen bringt.

Im Juli, während ihren Sommerferien, waren Nino, sein Bruder und fünf Freunde, alle im Alter zwischen 11 und 14 Jahren, gemeinsam in der Luzerner Innenstadt unterwegs. Dabei kamen sie auf die Idee, bei Bucherer am Schwanenplatz vorbeizuschauen und herauszufinden, welches die teuerste Uhr im Geschäft ist. Die sieben Jungs betraten gut gelaunt die Bijouterie, spazierten unbehelligt an den Sicherheitsleuten vorbei und erkundigten sich nach den besonders luxuriösen Modellen. „Ein Stock weiter hoch, hiess es immer“, erzählt Nino, und so landeten sie in den oberen Etagen.

Dort präsentierte ihnen ein Verkaufsberater verschiedene hochpreisige Uhren und erlaubte ihnen am Ende, eine anzuprobieren und zu fotografieren. Kaufen wollte Nino die Uhr allerdings nicht – „dafür sei sie dann doch etwas teuer gewesen“, so der Schulbub aus Kriens. Insgesamt verbrachten die Jugendlichen rund 20 Minuten im Geschäft. Weil sie aufmerksam zugehört hatten, gab ihnen das Verkaufsteam zum Abschied eine besondere Erinnerung mit auf den Weg: Jeder erhielt einen gravierten Sammlerlöffel, verziert mit den Logos von Rolex und Bucherer sowie dem Schriftzug „Lucerne“.

Nino und seine Freunde tappten nach ihrem Besuch im Übrigen noch etwas im Dunkeln, was die Identität der Uhr angeht, die sie am Ende fotografieren durften und die wohl als eine der teuersten im ganzen Geschäft gelten dürfte.

Ein Fall für Gemini

Und – zugegeben – auch die Gold’Or-Redaktion tappte zunächst im Dunkeln, was das genaue Modell betrifft. Könnte es eine Piaget sein? Oder vielleicht eine Jacob & Co.? Und was meint die KI, im konkreten Fall Googles „Gemini“? Entsprechend auf die Probe gestellt, reagierte diese jedoch nicht gerade zielstrebig. Konfrontiert mit einer Nahaufnahme der Uhr am Handgelenk lieferte Gemini zunächst ein klares Fehlurteil: „Das sieht sehr wahrscheinlich nach einer Rolex Datejust aus.“ Dies, obwohl auf dem Bild deutlich erkennbar ist, dass das Zifferblatt mit Smaragden besetzt und das Gehäuse im Gegensatz zur Datejust nicht rund ist. Konfrontiert mit dem Einwand, ob es sich vielleicht eher um eine Piaget handeln könnte, schwenkte Gemini nach 13 Sekunden Bedenkzeit ohne Widerspruch um: „Ja ­– Piaget ist definitiv eine ernsthafte Alternative.“ Und so schickte Gemini als neue Topanwärter die Uhr L’Heure du Diamant von Chopard sowie verschiedene Schmuckuhren von Piaget ins Rennen (selbstverständlich wieder weit gefehlt), während Rolex (und neu auch C.F. Bucherer) nun als „eher unwahrscheinlich“ eingestuft wurden. Angesprochen auf das markante Bracelet blieb Gemini bei Modellen von Piaget (notabene Polo) sowie Chopard und brachte neu auch den Namen Royal Oak ins Spiel.

Ah ja, Moser

Natürlich waren das alles Holzwege. Bis es schliesslich auf der Gold’Or-Redaktion, nach einem Blick ins Bucherer-Portfolio, endlich Klick machte. Klar, H. Moser, Streamliner. Und auch Gemini, konfrontiert mit unserem Input musste zugestehen: „Ah, ja – H. Moser ergibt deutlich mehr Sinn.“ Gefolgt von einem „Smiley“. Wer geglaubt hätte, KI’s hätten keinen Humor, sah sich also auch hier auf dem Holzweg. Von hier brauchte Gemini dann nur noch ein wenig Nachhilfe mittels des Namens Streamliner, bis das Modell gefunden war.

Beim Tourbillon-Modell aus der Streamliner-Linie von H. Moser & Cie. handelt es sich im Übrigen um ein Einzelstück, das in Zusammenarbeit mit Bucherer realisiert wurde und so wohl nur in Luzern zu bestaunen ist. Entsprechend ist auch kein offizieller Preis kommuniziert. Dafür findet sich eine Version ohne diamantbesetztes Armband mit der Referenz 6804-0200 bei Bucherer in Deutschland zum Preis von 879’200 Euro. Entsprechend dürfte das Unikat in Luzern im siebenstelligen Bereich liegen.

Fazit, als Detektivbüro ist Gemini, was die Suche nach Uhren betrifft, noch nicht die erste Adresse. Aber das kann ja noch werden. Ganz im Gegensatz zu Bucherer als Adresse selbst für allerjüngste Kunden. Wäre es denn ein Test gewesen, hätte das Luzerner Uhren- und Juwelenhaus diesen mit Bravour bestanden. Ihren sommerlichen Besuch am Schwanenplatz werden die jungen Bucherer-Gäste wohl nicht so schnell vergessen. Vielleicht kehren sie ja in einigen Jahren als Käufer ins Geschäft zurück. mw/twf

((Special_Nino im Bucherer_Löffel))

Nach ihrem Besuch bekamen die jungen Herren einen silbernen Löffel mit Bucherer- und Rolex-Prägung geschenkt.

((Special_Nino im Bucherer_Nino mit Uhr))

Nino bei Bucherer Luzern mit dem seltenen Stück am Arm.

((Special_Nino im Bucherer_Streamliner))

Das in Zusammenarbeit mit Bucherer realisierte Einzelstück der Tourbillon Streamliner von H. Moser & Cie.