Die Septemberausgabe der Schmuckmesse ist mit einem neuen Besucherplus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr zu Ende gegangen. Viele Aussteller berichteten von guten Verkäufen. Ein Höhepunkt war die Eröffnung der neuen Messehalle im Zentrum des Geländes, die mit einer erfolgreichen Herzoperation verglichen wurde.
Vom vierten bis achten September hat sich die Schmuckbranche in der norditalienischen Renaissancestadt versammelt. Der Stau, der zuverlässig am Morgen und am Abend rund um das Messegelände entstand, liess auch andere Pendler nicht vergessen, dass es wieder einmal Vicenzaoro-Zeit war.
1300 Marken waren laut Messeleitung als Aussteller dabei, 45 Prozent von ihnen kamen aus dem Ausland. Aus Europa waren besonders Deutschland, Belgien, Spanien und Frankreich vertreten, von anderen Kontinenten die Türkei, Hongkong, Thailand, Indien und die Vereinigten Staaten.
Aussteller aus der Schweiz und Deutschland
Aus der Schweiz waren unter anderen das Genfer Schmuckhaus Fullord, Matthia’s & Claire aus dem Tessin und Edox aus dem Jura dabei. Zu den deutschen Ausstellern gehörten im Schmuckbereich Gellner und Dettinger, Giloy, Niessing, Yana Nesper, Diamond Group, Hesse und Coeur de Lion. In der Edelsteinhalle 3 war neben Claudia Hamann und HC Arnoldi auch Groh + Ripp anzutreffen, die seit 2025 ausstellen. Co-Geschäftsführerin Nicole Ripp zeigte sich optimistisch: „Wir sind sehr zufrieden und haben beide Messen für nächstes Jahr wieder gebucht.“
Bei der Eröffnungszeremonie der neuen Halle am Messefreitag kam neben Maurizio Ermeti, dem Präsidenten der Italian Exhibition Group IEG, auch der Architekt Volkwin Marg zu Wort. In ihren aufeinander abgestimmten Reden verglichen beide die Bauarbeiten in den zwei vorausgehenden Jahren mit einer Operation am offenen Herzen, die man nicht leichtfertig macht, die aber für die Gesundheit des ganzen Körpers wesentlich ist. Dank gelte daher allen Ausstellern und Besuchern, die bei vier Messen Rücksicht auf dieses fragile Herz nehmen mussten, hiess es. Matteo Farsura, der bei der IEG den Sektor Schmuck und Mode verantwortet, sagte später im direkten Gespräch, er sei sicher, dass die Vicenzaoro weiter wachsen werde: „Mit der neuen Halle und dem neuen zentralen Standort für die T.Gold bieten wir den Marken und Einkäufern auch in Zukunft ein attraktives Umfeld und stärken so die internationale Schmuckbranche nachhaltig.“
T.Gold unter einem Dach
Die Technik-Plattform T.Gold hatte bislang nur jährlich als Teil der Vicenzaoro January VOJ stattgefunden und war in der separaten Halle 11 untergebracht, getrennt von den Ausstellern für Schmuck, Edelsteine, Uhren und Präsentation. Dem hat die Messeleitung nun ein Ende bereitet: Weil alle italienischen und internationalen Schmuckaussteller aus Halle 4 in die neue Halle 2 umziehen konnten, findet die wichtige Plattform für Innovation und Technik ihr neues Zuhause in der nun frei gewordenen, unmittelbar angrenzenden Halle 4. Bei der ersten September-Ausgabe der Messe waren 170 Aussteller vertreten. Badeco und Busch äusserten sich zufrieden mit ihren neuen Standorten und dem Besucherstrom, der dank der verkürzten Wege schneller und leichter zu ihnen fand.
Carina Andres



