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„Wir wollen die Branche zusammenzubringen“

Die Schmuck- und Edelsteinmesse GemGenève wird vom 5. bis 8. November im Messezentrum Palexpo in Genf stattfinden. Neben rund 150 hochkarätigen internationalen Ausstellern, wird auch das Design Vivarium mit aufstrebenden internationalen Schmuckdesignern wieder organisiert, genauso wie der Talentwettbewerb „Young Gem’s“ in Kooperation mit der Genfer Designschule HEAD.

Die Organisatoren der GemGenève, Ronny Totah, Thomas Faerber, Ida Faerber und Nadège Totah arbeiten mit Hochdruck an der Durchführung der dritten Auflage der Messe, die im November über die Bühne gehen wird. Gefragt nach der Essenz der GemGenève, muss Co-Gründer Thomas Faerber nicht lange überlegen: Eine Messe von Händlern für Händler, die den Bedürfnissen der Branche entspricht. Noch immer ist es der selbe unternehmerische Elan, der 2017 zum Gründungsentscheid und zur Erstaustragung im Mai 2018 führte. Diese Motivation, eine Mischung aus Herzblut, Passion für die funkelnden Steine sowie einem feinem Gespür für Marktbedürfnisse, ist bei Thomas Faerber und Ronny Totah auch heute deutlich spürbar.

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Thomas Faerber und Ronny Totah, die Gründer der GemGenève, freuen sich auf den November. Bilder: G. Maillot/point-of-view.ch

Der innere Kreis

Der Entscheid, die Messe 2020 nicht wie ursprünglich geplant im Mai, sondern im November durchzuführen, war schon 2019 gefallen. Nachdem die Baselworld und die SIHH entschieden hatten, im April koordiniert stattzufinden, hätte es wenig Sinn gemacht, die Händler wenige Tage später noch einmal in Genf die Zelte aufschlagen zu lassen. Diese schon vor einem Jahr erfolgte Verlegung auf den November bringt jetzt angesichts des aktuellen „Annus horribilis“ Vorteile: Die meisten Messen mussten bislang abgesagt werden. Der November wirkt im Moment, Mitte Sommer, als sicheres Datum und birgt die Hoffnung, dass bis dahin die Kauflust der Händler und Sammler – kompensatorisch verstärkt – zurückgekehrt sein wird. Zudem ist das November-Datum, wie schon das Mai-Datum, abgestimmt auf die Juwelenauktionen, die kurz nach der Messe in Genf stattfinden.

Aktuell sind für die GemGenève bereits über 120 Aussteller angemeldet. Dies sind etwas weniger als 2019 und etwa so viele wie 2018. Aber auch wenn die Zahl aus dem Vorjahr coronabedingt nicht ganz erreicht werden kann, wird das Ausstellerfeld wieder überaus hochkarätig und solide sein. Vivienne Becker, die Kuratorin der Schmuckdesigner-Plattform Design Vivarium, die wie in den Vorjahren im Rahmen der GemGenève stattfindet, lobt die die Messe in höchsten Tönen und bezeichnet sie als den „inneren Kreis“ der Schmuck- und Edelsteinwelt. Das Design Vivarium selber versammelt wiederum rund ein Dutzend junge, noch unbekannte Schmuckdesigner. Die Kriterien der Teilnahme sind strikt: Neben ästhetischen und formalen Kriterien, der Wahl der Materialien sowie dem Einbezug neuer Technologien ist es auch wichtig, dass die Künstler noch etwas „unter dem Radar“ agieren: Heimliche Stars also, die im Begriff sind, es zu werden.

Und auch der Designwettbewerb Young Gems wird wieder in Kooperation mit der Genfer Designschule HEAD durchgeführt. Die Wettbewerbsstücke sind an der GemGenève zu sehen und auch die Preisverleihung findet während der Messe statt. (mw)

www.gemgeneve.com

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