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Erfolgreiche GemGenève

Die vierte Ausgabe der Edelstein- und Schmuckmesse GemGenève, die Ende Mai wie gewohnt in der Messe Palexpo in Genf stattfand, verzeichnete 3302 Besucher. Von ihnen besuchten 1548 die Messe mehr als einmal, was einer Gesamtzahl von 4850 Besuchen entspricht. Damit wurde die Zahl der Ausgabe 2019 mit 4831 Besuchen leicht übertroffen.

Insgesamt waren 201 Aussteller auf der Messe vertreten, darunter 160 Fachhändler, ohne die Designer des Designer Vivarium, der Stände der „Talents Emergents“ der Stände der Schulen (EAA, ETVJ, Head), der „Villa“ sowie der Atelierplattformen von Estelle Lagarde und Eleonor Picciotto. Die Aussteller versammelten sich in einem Umfeld, das ganz den Geschäften, dem Austausch und den Kontakten zwischen Fachleuten gewidmet war. Ronny Totah, Organisator der Veranstaltung und Mitbegründer der Messe, erklärte: „Mit der Ausgabe 2022 erreichen wir bei den Ausstellern fast das Niveau von 2019 (2019 waren es 210) und übertreffen die Zahl der Besuche leicht. Diese Zahlen sind ein ausserordentlich positives Signal in der von der Ukraine-Krise geprägten Zeit nach der Covid-Pandemie.“

Zufriedene Aussteller

Nach den vier Messetagen stand vielen Aussteller die Zufriedenheit ins Gesicht geschrieben. Thomas Faerber, Mitgründer der GemGenève, stellt zufrieden fest: „Viele Fachleute konnten auf der Messe hervorragende Geschäfte abschliessen. Einer unserer Aussteller hat uns mitgeteilt, dass die GemGenève für ihn die sogar seine beste Messe überhaupt war.“ Die Besucher reisten aus 70 Ländern an, um die vierte Ausgabe der GemGenève. Was die geografische Verteilung betrifft, stellten Schweizer Aussteller den Löwenanteil, gefolgt von Frankreich, Italien, Belgien und den USA. Ronny Totah betont: „In diesem Jahr konnte die GemGenève gemäss den Rückmeldungen der Aussteller ihren zentralen Stellenwert in der Welt des internationalen Edelstein- und Schmuckhandels weiter ausbauen.“

In der von Vivienne Becker organisierten Plattform „Designer Vivarium“ zeigten sieben aussergewöhnliche Schmuckdesigner ihre Kreationen. Zum ersten Mal stelle zudem die französische Gouache-Meisterin Estelle Lagarde ihre Arbeiten vor und schuf zudem live neue Werke.

Last but not least war GemGenève auf Initiative von Thomas Faerber Gastgeber des Standes „Strong and Precious – Ukrainian Jewellers“ mit den Kreationen von elf ukrainischen Designern präsent.

Auch die insgesamt 14 Vorträge, die im Vortragsfoyer Mezzanine stattfanden, waren mit durchschnittlich 40 Zuhörern pro Veranstaltung, sehr gut besucht. Alle Vorträge sind auf digital.gemgeneve.com als Podcast verfügbar.

Während der Messe waren zudem drei Ausstellungen zu sehen. Eine zum Thema des Emaillierens unter dem Titel „L’Art du feu et des couleurs“, eine mit Arbeiten von Studenten der Schule HEAD, in Zusammenarbeit mit dem Grand-Théâtre von Genf, sowie eine dritte Ausstellung mit dem Titel Gender Fluid, in der die Arbeiten der Schüler des dritten Jahres der École Technique de la Vallée de Joux (ETVJ) und des Centre de Formation Professionnelle Arts (CFP Arts de Genève) präsentiert wurden. Diese wurde unterstützt vom Aussteller Tank Fine Gems.

Die vier Preise der Messe

1) Der Publikumspreise HEAD ging an Nora De Kër für ihre Halskette Tête à Tête, die die typischen Masken des Nō-Theaters aufgreift, wobei jedes stilisierte Gesicht ein anderes Register symbolisiert, die „fröhliche“ Art vorne und die „tragische“ hinten. Dank dieses HEAD-Publikumspreises wird Nora einen Kurs ihrer Wahl wählen, der vom Schweizerischen Gemmologischen Institut (SSEF) angeboten wird.

2) Der EFZ-Publikumspreis ging an Marie-Daline Baumann für ihre Gouache, die sie zum Thema Gender Fluid angefertigt hat. Die Schülerin der École Technique de la Vallée de Joux (ETVJ) entwarf eine Halskette, die die Ambivalenz und Vermengung der Geschlechter darstellt. Vorherrschend sind Perlen in Pastelltönen sowie ein Metall, und erinnern an eine verschmelzende Weiblichkeit und Männlichkeit. Marie-Daline Baumann wird sich für eine Ausbildung ihrer Wahl entscheiden können, die vom Schweizerischen Gemmologischen Institut (SSEF) angeboten wird.

3) Prix ASMEBI: Ebenfalls im Rahmen des Themas Gender Fluid der EFZ-Projekte behandelt Alix Boussards Projekt die Fluidität der Geschlechter durch ausgeprägte, wellenartige Kurven, um auf den Geschlechtern zu surfen. Das verwendete Material ist Neopren, ein gummiartiger Stoff, der häufig im nautischen Bereich verwendet wird, aber auch Perlen, um an das Maritime zu erinnern und vor allem an die Seltenheit und Tiefe des Themas.

4) Preis der Eric Horovitz-Stiftung: Die Jury der Eric Horovitz Foundation verlieh den gleichnamigen Stiftungspreis an Clarisse Vittoz für ihre Arbeit zum Thema Gender Fluid. Die junge Frau vom CFP Arts Genève hat sich eine Maske namens La chrysalide de verre ausgedacht, hinter der man seine Geschlechtsidentität verbergen kann. Der Onyx und die Diamanten sind zwischen den Augen platziert, um die Trennung der rechten und linken Gesichtshälfte zu markieren. Sie stellen eine Verbindung und einen Übergang zwischen den beiden Seiten dar, mit dem Wunsch, ein Schmuckstück zu schaffen, das ohne Unterscheidung des Geschlechts getragen werden kann.

Der Gewinner des Eric-Horovitz-Preises der Ausgabe 2021, Hugo Massy, damals Lernender an der École Technique de la Vallée de Joux (ETVJ), wurde für seine Kreation Gold & Black ausgezeichnet. Ab diesem Sommer wird ihm ein Praktikum in einem Schmuckatelier in Genf angeboten. Ab September wird er eine Lehre als Edelsteinschleifer in einem Betrieb in Paris beginnen. Die 2020 gegründete Eric Horovitz-Stiftung, die 2021 im Rahmen der GemGenève lanciert wurde, hat es sich zur Aufgabe gemacht, junge Schweizer Talente im Schmuckbereich durch Ausbildung und Förderung ihrer Kreationen zu unterstützen.

Die nächste GemGenève im Mai 2023

Die nächste Ausgabe der GemGenève findet vom 4. bis 7. Mai 2023 statt. – Save the date!

gemgeneve.com
digital.gemgeneve.com
erichorovitz.ch

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