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Wolken über China

Das Uhrenjahr 2018 hat für die Schweizer Uhrenindustrie mit einem leichten Minus geendet. Im Monat Dezember wurden Uhren und Bestandteile im Wert von 1627,9 Milliarden Franken exportiert, das sind 2,8 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahresmonat. Dieser Rückgang zum Jahresende hin hat vor allem mit aktuell stagnierenden, beziehungsweise schrumpfenden Exportvolumen nach Hongkong und China zu tun. Man muss abwarten, wie sich die beiden Märkte entwickeln. Fest steht, dass derzeit weder die USA noch Europa eine weitere (und grössere) Baisse in Fernost kompensieren könnten.

Gesamthaft positives Jahr 2018

Gesamthaft konnte die Schweizer Uhrenindustrie das Jahr 2018, gemessen am exportierten Wert, mit einer Steigerung um 6,3 Prozent (auf 21,173 Mia. Franken) trotzdem positiv abschliessen. Die traditionellerweise stärksten drei Zielmärkte, Hongkong, USA und China, waren allesamt zwischen 8 und 19 Prozent wachsend. Japan mit einem Wachstum um 9,1 Prozent hat Grossbritannien, dessen Einfuhren um 4,4 Prozent geschrumpft sind, vom vierten Platz verdrängt. Die weiteren europäischen Märkte präsentieren unterschiedliche Resultate: Für Deutschland und Frankreich zeigte sich mit 4,3 beziehungsweise 9,1 Prozent zum zweiten Mal hintereinander eine positive Jahresbilanz, während sich für Italien und Spanien mit 14,3 sowie 11,4 Prozent nach 2017 wiederum ein zweistelliges Minus ergab.

Stückzahlen-Abwärtstrend verlangsamt

Der rückläufige Trend bei den exportierten Stückzahlen konnte 2018 etwas abgemildert werden, hält aber weiter an. Die Zahl der total exportierten Armbanduhren lag gesamthaft bei 23,737 Millionen Stück. Das sind 2,3 Prozent weniger als im Vorjahr, 2017 und 2016 hatte der Rückgang 4,3 beziehungsweise 9,7 Prozent betragen. Bei den mechanischen Uhren gab es sogar (wie schon 2017) einen leichten Trend nach oben, die Zahl der elektronischen Uhren nimmt jedoch seit 2015 ungebremst ab und liegt aktuell bei 16,213 Millionen, was einem Rückgang um fünf Prozent entspricht.

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