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WorldSkills 2022 kommen in die Schweiz

Nun ist es definitiv: Die Schweiz wird Austragungsort von 13 Berufsweltmeisterschaften der WorldSkills Competition 2022. Sie übernimmt als eines von 15 Ländern einen Teil der Wettkämpfe, die eigentlich in Shanghai geplant waren. Das Schweizer-Team umfasst 37 junge Berufsleute. Mit dabei ist auch Goldschmied Daniel Fornos Diaz.

Der Wettbewerb hätte vom 12. bis 17. Oktober in Shanghai stattfinden sollen. Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie sagten die Organisatoren die Berufs-Weltmeisterschaften Ende Mai ab. Was für das SwissSkills National Team wie eine bittere Pille schmeckte, hat sich inzwischen in „Zuckerwatte“ verwandelt: Anstelle der WorldSkills in der grössten Stadt Chinas findet zwischen September und November 2022 ein dezentrales Ersatzformat unter dem Titel „WorldSkills Competition 2022 Special Edition“ statt. Die Goldschmiede messen sich vom 13. bis 16. Oktober im CFP arts in Genf, was für den Schweizer Vertreter Daniel Fornos Diaz und seinen Trainer Ludovic Lesemann (s. Gold’Or 4/22) ein Heimspiel bedeutet.

Ende Juni hatte sich diese Lösung abgezeichnet. Nun ist sie definitiv. 15 Länder machen mit und haben einzelne der 60 Berufe übernommen. Die Schweiz richtet das grösste Kontingent der Wettkämpfe aus. Sie führt 13 von 60 Meisterschaften durch. Austragungsorte sind Aarau, Basel, Bern, Genf, Luzern und Montreux. Aus der Schweiz werden 37 junge Berufsleute an 34 Weltmeisterschaften ihre Fertigkeiten unter Beweis stellen. In den Disziplinen Landschaftsgartenbau, Automatiker und Industrie 4.0 starten Zweierteams. SwissSkills und die Berufsverbände sind nun in doppelter Hinsicht gefordert. Einerseits gilt es die Mitglieder der Nationalmannschaft bestmöglich auf ihre Einsätze in der ganzen Welt vorzubereiten. Anderseits will die Schweiz als Veranstalter beste Voraussetzungen für alle Teilnehmer und ihre Begleitpersonen schaffen.

Grosses Engagement

Dass die dezentralen „WorldSkills Competition 2022“ stattfinden können, ist nicht zuletzt dem Engagement der Schweiz zu verdanken. SwissSkills hat gemeinsam mit anderen Landesverbänden bei WorldSkills International für dieses alternative Format geworben. Die Freude von André Burri, Geschäftsführer von SwissSkills, ist denn auch gross: „Es ist toll, dass die über 1000 jungen Berufsleute aus der ganzen Welt ihre Kompetenzen nun doch an WorldSkills zeigen können“.

Burri windet insbesondere den Schweizer Berufsverbänden ein Kränzchen, die mitgeholfen haben, die 13 Wettkämpfe hierher zu holen. „Wir spürten von Anfang an ein grosses Engagement der Berufsverbände, die die Durchführung in ihren Branchen möglich machen wollten.“ Die Schweiz, so Burri, erhalte durch die „WorldSkills Competition 2022“ ein zusätzliches Schaufenster für die Berufsbildung. Man könne damit aufzeigen, welchen Wert ein gutes Berufsbildungssystem für Wirtschaft und Gesellschaft habe. red.