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Der neue Bildungsplan entsteht

Vertreterinnen des VSGU und der Asmebi sowie weitere Branchenleute haben zusammen mit dem EHB in den vergangenen acht Monaten am neuen Bildungsplan für die Goldschmiede, Silberschmiede und Edelsteinfasser gearbeitet. Nun sollen ihre Berufskollegen in einer Online-Umfrage mitreden. 

Insgesamt acht Mal traf sich eine zweisprachige Arbeitsgruppe zwischen Oktober und Februar in Zollikofen, um den neuen Bildungsplan für das Berufsfeld Gestaltung Schmuck, Gerät und verwandte Produkte zu erarbeiten. Der neunte und letzte Workshop-Tag am 24. März sowie die darauffolgenden Bereinigungsarbeiten im April und Mai fanden virtuell statt. Mit von der Partie waren Schweizer Goldschmiedinnen, Silberschmiede und Edelsteinfasser, je zur Hälfte aus der Deutschschweiz und der Romandie.

Verantwortlich für das Projekt zeichnen Andrea von Allmen, Fachkommission Goldschmiede des VSGU und André Perrin von der Asmebi. Sie teilen sich auch das Präsidium der OdA der Schmuckbranche, unter deren Dach der neue Bildungsplan entsteht. Barbara Vogt vom Eidgenössischen Hochschulinstitut für Berufsbildung EHB in Zollikofen ergänzt die Leitung und betreut das Grossprojekt in planerischer und pädagogischer Hinsicht.

Die Meinung der Branche

In einem nächsten Schritt soll die Meinung der Schweizer Berufsleute eingeholt werden. „Es ist behördlich vorgeschrieben, dass eine Branche zum neuen Bildungsplan Stellung nimmt“, sagt von Allmen. Eigentlich hätte die OdA dafür zu einer Präsenzveranstaltung mit Workshop einladen wollen. Da die Resultate bereits im Herbst präsentiert werden müssen, sei es nicht möglich, diese Befragung zu verschieben, so von Allmen. Deshalb habe sich das Projektteam für eine Online-Umfrage entschieden.

Zur Zielgruppe der Umfrage gehören sowohl Vertreter aller drei Berufe Goldschmied, Silberschmied und Edelsteinfasser als auch Berufsschulvertreterinnen, ÜK-Instruktoren und Prüfungsexperten. „Mit der Umfrage möchten wir diejenigen erreichen, die ausbilden, und solche, die noch Potenzial dafür haben“, so von Allmen. Der neue Bildungsplan soll eine möglichst breite Palette alter und neuer Techniken anbieten. „Die künftigen Auszubildenden sollen ihren Beruf unter den bestmöglichen Bedingungen ausüben können“, sagt Perrin. Das Ziel der OdA sei, mit dem zukunftsgerichteten Bildungsplan nicht nur potenzielle neue Berufsleute anzusprechen, sondern auch weitere Berufskollegen davon zu überzeugen, selbst mit dem Ausbilden anzufangen. (twf)

Hier gelangen Sie zur Umfrage

 

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