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Die Steinjäger bleiben auf Erfolgskurs

Die Direktion der EPHJ (14. – 17. Juni) hat noch nie Mühen gescheut, wenn es darum ging, Unternehmen dabei zu helfen, den Weg des Erfolgs zu beschreiten. So bot sie einem jungen Handwerksbetrieb der Uhrenbranche die Gelegenheit, sich zum ersten Mal öffentlich zu präsentieren. 

2021 gönnten sich die Verantwortlichen von Allez Hopp Watch einen Stand in den Hallen des Genfer Palexpo, wo sie die eigene Leidenschaft zur Schau stellten – im Juni 2022 wollen sie wiederkommen. Ihr Fachgebiet sind Steine aller Art sowie deren Zuschleifen für die Uhren- und Schmuckindustrie. Um die Rentabilität des Maschinenparks zu gewährleisten, wird auch die Herstellung von Prototypen angestrebt. Inzwischen hat sich das Jungunternehmen im Herzen der Genfer Industrie, in den Räumlichkeiten des Uhrenherstellers Agenhor in Meyrin, niedergelassen.

So entstehen einzigartige Zifferblätter

Unter den Verfahren, ein Zifferblatt herzustellen, gibt es eines, das sich nur die prestigeträchtigsten Uhrenmarken leisten können: Zifferblätter, die aus Rohmaterialien entstehen. Bei Allez Hopp Watch werden sie aus der Steinmasse geschnitten. Geeignete Steine gibt es in grosser Vielfalt, sie finden sich in auch unseren Gegenden und tragen Namen, die zum Träumen verleiten – und je nachdem, welchen Weg sie genommen haben, bevor sie in die Hände des Steinmetzes gelangen, erteilen sie uns noch eine lehrreiche Lektion in Erdkunde.

Ein leidenschaftliches Trio
Etienne Buvary ist ein echter Steinjäger. Seit Beginn seiner beruflichen Tätigkeit durchstreift er die Erde auf der Suche nach aussergewöhnlichen Materialien, die in der Natur, den Böden und den Bergen zu finden sind. Wenn er von seinen Forschungsreisen zurückkehrt, vertraut er seine Ausbeute Michaël Bittel an, der die gesammelten Stücke bewertet und die technischen Fragen beantwortet. Er ist ein Vorbild an Arbeitskraft und Hartnäckigkeit, dem es nie an unternehmerischen Ideen fehlt. Sébastien Rousseau, der erst vor kurzem in die Uhrenbranche zurückgekehrt ist, verstärkt das Team und verleiht ihm die erhoffte Sichtbarkeit nach aussen.

Qualität, Symbole und Knowhow

Auch bei der nächsten Ausgabe der EPHJ, der grössten internationalen Fachmesse für Hochpräzision, die vom 14. bis 17. Juni im Genfer Palexpo stattfindet, wollen die drei Unternehmer wieder präsent sein. Als Anreiz und Auftakt für geschäftliche Gespräche werden sie ein Festival der Steine veranstalten: Die Rede ist von organischen Blöcken, die oft besonderen geologischen Verhältnissen entstammen und um die sich im Lauf der Jahrhunderte Legenden, kultische Rituale oder gar multikulturelle Traditionen gebildet haben. Die organischen Stücke und prestigeträchtigen Rohlinge bieten den Uhren- und Schmuckmarken eine Einzigartigkeit und Seltenheit, die jeden, der mit der Luxusindustrie oder dem traditionellen Handwerk zu tun hat, vor Neid erblassen lässt. Das Zuschneiden von Steinen ist eine Kunst, eine Leidenschaft, eine innige Beziehung. Man muss in der Lage sein, das von Spannungen durchzogene Material zu bearbeiten. Zudem muss man selbst widerstandsfähig sein gegen den Lärm der Maschinen, welche die Scheiben, aus denen später die Zifferblätter entstehen, fräsen und herausschneiden.

Jeder Tag hält eine Überraschung bereit. Hier Jadeit und Lapislazuli – bereits ein Star in der Welt dieser Stoffe – dort Türkis, Charoitkerne oder Azurit-Malachit. Ein Strauss von zuweilen kräftigen, fast solaren Farben, die sich manchmal im Vintage-Look präsentieren, aber immer authentisch sind und ohne Farbstoffe auskommen; Mineralien, die auf Reisen und bei Begegnungen mit anderen Suchern der Unendlichkeit aus dem Boden zutage gefördert wurden. Glitzernde Emotionen, Teilchen der Natur, die am Handgelenk getragen werden. red

hoppswiss.ch
ephj.ch

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