Share

Der Riese schrumpft

Die Swatch Group hat im ersten Halbjahr 2019 einen Umsatz von 4,078 Milliarden Franken erzielt. Das sind 3,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Zu aktuellen Kursen beträgt der Rückgang sogar 4,4 Prozent. Der Konzerngewinn lag bei 414 Millionen Franken, das sind 11,3 Prozent weniger als im Vorjahr.

Optimistischer Ausblick
Trotz des rückläufigen ersten Semesters blickt das Berner Unternehmen dem weiteren Jahresverlauf positiv entgegen. „Die Swatch Group rechnet mit einem starken Wachstum im zweiten Halbjahr 2019, einerseits wegen der anhaltend guten Nachfrage in den wichtigsten Märkten und andererseits weil das zweite Halbjahr 2018 durch ein schlechtes viertes Quartal geprägt war“, schreibt der Bieler Konzern in seinem Halbjahresbericht. Darüber hinaus würde die Lancierung zahlreicher innovativer Produktneuheiten durch die Marken in allen Preissegmenten die Umsätze weiter stimulieren. Und auch der Onlinehandel vor allem im mittleren und unteren Preisbereich würden im weiteren Jahresverlauf ein dynamisches Wachstum generieren.

Weiter spricht die Gruppe auch von einem „starken organischen Umsatzwachstum“ im eigenen Retailbereich sowie von einer ausgeprägten Zunahme im E-Commerce, vor allem im mittleren und unteren Segment – was gleichzeitig den Schluss zulässt, dass vor allem das stationäre Retailgeschäft mit den Fachhandelspartnern rückläufig gewesen ist.

Bleibt Basel gemieden?
Soweit die offizielle Konzernsicht. Mit einem Blick auf die diesjährige Abwesenheit der kompletten Swatch Group an der Weltmesse für Uhren und Schmuck „Baselworld“ lässt sich darüber spekulieren, ob der jetzt realisierte Umsatzrückgang nicht auch eine Folge dieser durchaus extravaganten Distributions- und Präsentationspolitik ist. Nicht alle wären jedenfalls verwundert, wenn die Swatch Group diesbezüglich noch diesen Sommer auf ihren Entscheid vom Juli 2018 zurückkommen sollte und sich in Zukunft wieder in grösserer Form in Basel präsentiert. Dies ist zwar nicht wahrscheinlich, aber auch nicht vollends unwahrscheinlich.

 

Verwandte Themen

Wieviel ETA bringt die Zukunft?

Der deutsche Hersteller Aristo setzt neu auf die mechanischen Werke von Ronda.

mehr

Wo alles begann

Eberhard & Co. hat Ende Juni ihr Museum im historischen „Maison de l’Aigle“ in La Chaux-de-Fonds eröffnet.

mehr

Zeit für alle

Das Internationale Uhrenmuseum MIH eröffnet am Wochenende (15. Juni) die Sommerausstellung „Die Uhrzeit für alle, eine Uhr für jeden“.

mehr