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Wieviel ETA bringt die Zukunft?

Die Aristo Vollmer GmbH verwendet als erste deutsche Uhrenherstellerin das neue Automatikkaliber 150 des Schweizer Uhrwerkspezialisten Ronda. Weitere Schweizer Hersteller wurden nach Abschluss der Testphase bereits vorgängig mit der ersten Serie des neu entwickelten Ronda-Kalibers 150 beliefert. Wie Aristo Vollmer schreibt, entspricht das neue Werk in seiner Bauweise, das heisst in der Grösse und gemäss den technischen Daten, exakt den Werken 2824 von ETA und SW 200 von Sellita. In der Serie Aristo R150 wird es bei Aristo zunächst zwei Klassiker im Angebot geben. Auf Wunsch kann zudem ab sofort jedes automatische Modell von Aristo mit den neuen Werken ausgestattet werden.

Was bringt der 1. Januar 2020?

Es ist begrüssenswert, wenn es Ronda gelingt, sich in diesem Bereich neben Sellita und vor allen Dingen neben ETA als alternativer Automatikwerk-Zulieferer zu etablieren. Bekanntlich muss ETA ab dem 1. Januar 2020 keine Werke mehr an Drittkunden verkaufen. Ein Grossteil der Uhrenhersteller ist ab dann vollends dem Goodwill der Swatch Group ausgeliefert. Weil die Weko allerdings derzeit eine weitere Untersuchung führt, ist eine weitere Verlängerung des Lieferreglements nicht ganz ausgeschlossen.

Die laufende Untersuchung seitens der Weko hat einen bestimmten Hintergrund. 2013, als die Lieferzeitzahlen für die Jahre 2014-2019 festgelegt wurden, ging man davon aus, dass die marktbeherrschende Stellung von ETA bis dahin vom Tisch sein wird, beziehungsweise dass bis dahin genügend Alternativen für die Schweizer Uhrenindustrie vorhanden sein werden. Ebendiese Frage wird aktuell neu geklärt. Die Bekanntgabe des Untersuchungsresultats erfolgt voraussichtlich noch vor Ende Oktober, sicher aber noch in diesem Jahr.

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