Lesezeit

3m 20s

Share

200 Marken und neue Entdeckungen

Ende August präsentierte sich die Inova Collection in Hofheim-Wallau als kompakte Ordermesse. Neben einem breiten Produktangebot bot die Veranstaltung Raum für den fachlichen Austausch, eine Plattform für junge Talente und Designideen. Auch Schweizer Besucher und Aussteller waren vertreten.

Rund 200 Marken präsentierten sich vom 28. bis 30. August an der Inova Collection in Hofheim-Wallau. Das Angebot in unterschiedlichen Produktsegmenten reichte von Schmuck und Uhren über Diamanten und Edelsteine bis hin zu individuellen Designs. Zu den Ausstellern zählten unter anderen Giloy, Diamond Group, Hesse, Palido und Boccia Titanium; im Edelsteinbereich waren Gul Diamanten oder Arnoldi International vertreten.

Aus der Schweiz nahmen Scherer Creations und Step by Step an der Messe teil. Individuelle Designs gab es bei Martin Guthmann aus Pforzheim im Obergeschoss sowie einen Stock tiefer im Designbereich zu sehen. Hier wird insbesondere der dreidimensional gestaltete Ohrschmuck der Marke Fabnora von mehreren Besuchern als interessante Entdeckung genannt.

Kompakte Messe, kurze Wege

Das Messeteam rund um Projektleiterin Verena Westphal meldete nach Messeschluss „einen leichten Besucheranstieg gegenüber dem Vorjahr.“ Auf dem Gelände war ab und zu Schweizerdeutsch zu hören. Aus der Schweiz angereist waren auch Denise Greuter und Adrian Röthlisberger vom Goldhaus in Thun, die ihren Besuch mit einem besonderen Übernachtungskonzept kombinierten: Sie wohnten in ihrem Bus auf einem nahegelegenen Campingplatz und fuhren mit dem Fahrrad zur Messe.

Für die beiden liegt der Vorteil der Inova Collection in der Übersichtlichkeit und im Angebot. „Die Messe ist interessant für uns, weil wir viele Marken in den mittleren und unteren Preislagen finden“, sagt Röthlisberger. „Man trifft die Lieferanten, kann bestellen und weiss, dass die Ware bis Weihnachten da ist.“ Auch die überschaubare Grösse der Messe beurteilt er positiv: „Man ist mal durch und kann die kulinarischen Angebote geniessen.“

Goldene Nova zieht Publikum an

Ein Höhepunkt des ersten Messetages war die Verleihung der Goldenen Nova. Die Präsentation der zehn nominierten Arbeiten und die Preisverleihung am Freitag zogen zahlreiche Interessierte an. Den ersten Platz gewann Annelie Klimmek mit ihrem Stück „Tic Tac Toe“. Silber ging an Alicia Eigenbrodt für „In Fluxu Temporis“, Bronze an Paula Zentgraf für das Stück „Gesteckt“. Als Publikumsfavoritin wurde Kristina Jung mit ihrem Ring „Mitternachtssonne“ ausgezeichnet.

An der Preisverleihung der Goldenen Nova: Die Jurorin Luzia Vogt aus Basel (ganz links) mit den drei Preisträgerinnen (vorne in der Mitte) und den restlichen Jurymitgliedern.

Erstmals gehörte die Goldschmiedin und Produktdesignerin Luzia Vogt aus Basel zur Jury. Sie sieht den Wettbewerb als Chance: „Für junge Berufsleute ist es wichtig, Erfahrungen zu sammeln, sich zu vernetzen und zu messen und sich dabei erst noch präsentieren zu können. Die Goldene Nova bietet dazu eine interessante Gelegenheit.“

Erst das Bild, dann das Schmuckstück

Das Auswahlverfahren erfolgt in zwei Schritten. In der ersten Runde beurteilt die Jury Konzepte und Bildmaterial der zum vorgegebenen Thema gefertigten Arbeiten – dieses Jahr lautete dieses „Edel vereint, Metalle im Zusammenspiel“ – und wählt die zehn Favoriten aus. Diese werden in einer zweiten Runde im Original begutachtet und bewertet.

Für Luzia Vogt ist dieser direkte Eindruck entscheidend: „Es ist wichtig, die Arbeiten effektiv vor sich zu haben, den Schmuck zu berühren, seine Funktion, Gewicht und Verarbeitung inspizieren zu können“, sagt sie. Text und Bild könnten „gebürstet“ daherkommen und täuschen. Umgekehrt würden sich beim Betrachten der Originale oft Details zeigen, die auf Bildern nicht erkennbar seien. „Wunderbar sind andererseits Entdeckungen von Raffinessen, gelungenen Lösungen und Formen, die in Text und Bild nicht zur Geltung kamen.“ Die Jurorin ermutigt junge Goldschmiedinnen und Goldschmiede, die nächste Gelegenheit zur Teilnahme wahrzunehmen.

Für einen gesellschaftlichen Höhepunkt sorgte die Inova Night. Jörg Herzel von Oskar Herzel brachte die Besucherinnen und Besucher mit seiner Jazz- und Coverband „Mr. George & his Oskars“ in Stimmung. In entspannter Atmosphäre wurde nach Messeschluss weiter diskutiert und genetzwerkt.

Tanja Wenger

inova-collection.de

Titelbild: Denise Greuter und Adrian Röthlisberger vom Goldhaus Thun.

Verwandte Themen

Messen

Gut vorbereitet zur Inova Collection

Mit einem erweiterten Rahmenprogramm und digitalen Planungshilfen will die Messeleitung den Besuch effizient gestalten.

mehr
Trade

Uhrenfest am Genfersee

71 Aussteller, so viele wie noch nie, stellen Anfang September an den Geneva Watch Days aus.

mehr
Trade

Gut vorbereitet zur Inova Collection

Die Inova Collection bietet Ende August Ordergeschäft, Austausch und Networking. Ein erweitertes Rahmenprogramm und digitale Planungshilfen sorgen für einen effizienten Messebesuch.

mehr