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Der Goldschmied 2030

Der schnell fortschreitende Strukturwandel in der Arbeitswelt sorgt auch in der Uhren- und Schmuckbranche für viele offene Fragen und Unsicherheiten. Am VSGU-Workshop „Goldschmied 2030“ blickten 40 Branchenmitglieder gemeinsam in die Zukunft.

Unter dem Titel „Goldschmied 2030“ lud der VSGU Mitte November alle Interessierten zu einem halbtägigen Workshop. Nicht weniger als 40 Goldschmiede und weitere Fachleute folgten der Einladung ins Hotel Arte in Olten, was die Brisanz des Themas untermalte. Bald stellte sich heraus, dass viele Unsicherheiten den Blick in die Zukunft trüben. Globalisierung, Digitalisierung und Automatisierung sind die omnipräsenten Schlagwörter.

Andrea von Allmen, die seit März für die Fachkommission Goldschmiede im Verband verantwortlich ist, durfte auch Barbara Vogt vom eidgenössischen Hochschulinstitut für Berufsbildung begrüssen. Vogt begleitet die anstehende Bildungsplanrevision für den Goldschmiedeberuf. „Ich möchte hier die Bedürfnisse, Wünsche und Bedenken der Goldschmiede aufspüren“, sagte sie gegenüber Gold’Or. Dazu boten sich ihr während der Veranstaltung denn auch zahlreiche Gelegenheiten.

Anhand von Legos und Duplos versuchten die Teilnehmenden die Situation heute und im Jahr 2030 darzustellen.

Engagierter Austausch

Nina Hänsli, Geschäftsleitung und Leiterin Beratung der Wamag, der vor bald einem Jahr das Sekretariat des VSGU anvertraut wurde, führte mit gekonnter Moderation durch den Vormittag. In vier Gruppen aufgeteilt, beleuchteten die Anwesenden neben dem typischen Goldschmied von heute auch den aktuellen Kunden, das Atelier sowie die verschiedenen Geschäftsmodelle. Später ging es um die gleichen vier Themen aber mit Blick ins Jahr 2030. Mit viel Engagement wurde diskutiert und aufgezeichnet. Eine Gruppe stellte die Situationen mit Legos dar.

Die Bilanz zeigte auf, dass sich der Goldschmiedeberuf stark verändern wird. Man war sich einig, dass die neuen Technologien wie CAD und 3D-Druck als zusätzliche Werkzeuge verstanden werden sollten und dass das Handwerk auch in Zukunft im Mittelpunkt stehen wird. Vermutet wird, dass sich viele Goldschmiede auf gewisse Bereiche spezialisieren werden und dass eine weltweite Vernetzung und die Auslagerung von gewissen Arbeitsschritten oder Geschäftsbereichen gang und gäbe sein werden. Die Teilnehmenden hoffen auf wieder mehr Ausbildungsplätze und waren sich einig, dass die Schulung im Bereich Digitalisierung in der anstehende Bildungsplanrevision zwingend berücksichtigt werden muss.

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