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Mit Farben die Seele aufmuntern

Eine der Farben, die die kommende Herbst- und Wintermode dominieren wird, ist Ocker. Ich muss zugeben, dass ich damit bisher wenig zu tun hatte. Das hat sich nun geändert denn ich bin am Malen der Wände meines Schlafzimmers, und da nimmt Ocker in Kombination mit Grau, Weiss und Schwarz eine wichtige Rolle ein. Neugestalten ist nicht nur in meinem Zimmer angesagt, sondern auch in der kommenden Herbst- und Wintermode.

Auf die Farbwahl bin ich denn auch durch die Modetrends gestossen. Grau, Weiss und Schwarz sind klassische Farben für die kühleren Tage, mischt man sie mit Ocker, wird das Erscheinungsbild lebendiger und freundlicher. Besonders gut gefallen mir auch die zahlreichen Brauntöne, die auf den Catwalks zu sehen waren. Sie reichen von warmen Erdfarben über Beerenrot bis Caramel und Orange – eine herrliche Farbpalette zur Aufmunterung der Seele während der kalten, düsteren Tage.

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Mode- und Lifestyle-Expertin Luisa Rossi freut sich auf den Modeherbst. Mehr Tipps auf www.luisarossi.ch.

Auch im Trend liegt Grün, und zwar ebenfalls in den verschiedensten Schattierungen von Grasgrün bis Khaki, Oliv- oder Militärgrün – ein „Evergreen“ im wahrsten Sinn des Wortes. Ein Hauch von Militär gibt es zudem bei den Schnitten zu beobachten, jedoch nicht so, wie man sich Armeebekleidung vorstellt. Man könnte diesen Stil als ein Bisschen „uniformell“ jedoch mit femininen Formen und feinen Materialien beschreiben. Diese Farben eigenen sich hervorragend für „Basics“ und können spielerisch mit knalligen Tönen wie Rot, Pink und anderen Signalfarben kombiniert werden.

Schlichte Anzüge stehen immer noch im Rampenlicht. Sie werden gerne in Monofarben getragen, das heisst mehrere Teile wie Hose, Blazer und Mantel im gleichen Ton, was schick wirkt. Wem das zu eintönig ist, der kann das Farbkonzept durchbrechen. Mit Weiss liegt man dabei immer richtig. Die Blazer trägt frau weiterhin lang. Auch Mäntel und Kleider sind lang.

Neben Schlichtheit können sich Modebewusste aber auch in Glamour ausleben. Dazu gibt es schimmernde Stoffe, teils mit Pailletten bestickt, künstliche Pelze und vegane Kunstleder. Letztere haben es schon in den vergangenen Jahren auf den Markt geschafft, aber die Auswahl ist viel grösser geworden. Sie reicht von der Hose, dem Jupe über Jacken und Mäntel bis zu Jumpsuits. Bei glänzenden Stoffen ist weniger oft mehr und wer nicht wie eine Discokugel wirken will tut gut daran, richtig zu dosieren.

Die aktuelle Mode erinnert in verschiedenen Bereichen an die 20er Jahre, besonders auch die angesagten Ausschnitte, die tiefe Blicke ins Dekolleté oder auf den Rücken erlauben, sowie die opulenten Revers. Das Rad kann bekanntlich nicht neu erfunden werden, aber ich staune immer wieder, wie spannend neue Kombinationen von Materialien und Farben sein können. In diesem Sinne freue ich mich auch dieses Jahr wieder auf die kälteren Tage.

Aufgezeichnet von Daniela Bellandi

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