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Genfer Bühne der Innovation

Der Uhrenmarkt erholt sich und die industrielle Innovation wird stark gefördert. Vor diesem Hintergrund findet der Salon EPHJ-EPMT-SMT dieses Jahr zum 17. Mal statt. Vom 12. bis 15. Juni werden im Genfer Palexpo eine stabile Ausstellerzahl sowie mehr als 20’000 Besucher erwartet. Auf dem Programm der Fachmesse stehen mehrere Neuerungen.

Die 17. Austragung der Fachmesse sei geprägt von den erfreulichen Zahlen des Uhrensektors im ersten Quartal 2018, so Alexandre Catton, Projektleiter der Messe. „Seit 2012 haben wir keine solche Quartalssteigerung per Ende März mehr erlebt, das heisst einen mehr als zehnprozentigen Anstieg der Uhrenexporte.“ Diese positive Entwicklung wirke sich auch auf die Zulieferer der Uhren- und Schmuckbranche aus, die den Schwerpunkt der EPHJ-EPMT-SMT bilden. Die Zahlen der 17. Auflage sind gemäss Catton sehr zufriedenstellend: „Wir haben Aussteller aus dem In- und Ausland, darunter auch viele  Neuaussteller, die innovative Lösungen präsentieren.“ Er zählt unter anderen die Bereiche Laserbearbeitung, Werkzeugmaschinensteuerung mit minimierten Rüstzeiten und Ausschussquoten, Mikro- und Nanotechnologien, Mikroinjektionen, Bioelektronik, Automation, Robotik, Elektroerosion, Uhrwerksfertigung, Schmuckherstellung sowie synthetische Diamanten oder verantwortungsbewusste Verwertung von Sonderabfällen auf.

Eine Palexpo-Halle

Damit die Messe auch dieses Jahr unverändert auf einer Etage des Genfer Palexpo stattfinden kann, strebten die Organisatoren wiederum keine Vergrösserung an. Unter den rund 800 Ausstellern sind neben der Schweiz 17 weitere Länder vertreten. Sie machen zirka 20 Prozent Aussteller aus. Ein Viertel der Aussteller kommt aus der Deutschschweiz, hauptsächlich aus den Kantonen Bern, Zürich und Solothurn. Weiter erwartet die Messeleitung 20’000 Fachbesucher aus 60 Ländern.

Unabhängig davon, ob sie aus dem Bereich der Horlogerie-Joaillerie (EPHJ), der Mikrotechnologie (EPMT) oder der medizinischen Spitzentechnologien (SMT) kommen – den Ausstellern ist eines gemein: Präzision und Innovation. Das Hauptaugenmerk der Organisatoren gilt dieses Jahr der industriellen Innovation. Sie prägt auch die Neuerungen: Erstens soll das „Startup-Village“ für junge, aufstrebende Unternehmen zum europäischen Kompetenzzentrum werden. Zweitens lanciert die Messe in Zusammenarbeit mit der Stiftung Inartis die „Watch Medtech Innovation“. Deren Ziel ist es, neue und fachübergreifende Projekte zu entwickeln, zu unterstützen und zu begleiten.

Rahmen für Gespräche

Eröffnet wird die Veranstaltung am 12. Juni von André Kudelski, Präsident von Innosuisse, der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von KMU in der Schweiz. Er leitet eine Podiumsdiskussion zum Thema „Tatsächliche Innovationsfähigkeit der Schweiz». Am 13. Juni findet der „Unternehmerinnentag“ mit zwei runden Tischen statt. Dort beschäftigen sich die Teilnehmenden einerseits mit der Stellung der Frau in der modernen Industrie und andererseits mit den Fragen, die sich jeder Jungunternehmer stellt, zum Beispiel: Wie kann man dem sogenannten „Tal des Todes“, in dem schon viele gute Ideen ohne die erforderliche Finanzierung und Unterstützung versandet sind, entgehen?

Ein weiterer Gast der Messe EPHJ-EPMT-SMT ist Richard Orlinski, ein angesagter Schöpfer zeitgenössischer Kunst. Gemeinsam mit anderen renommierten Designern wird er am 13. Juni um 15 Uhr 30 am runden Tisch zum Thema „Neue Trends beim Uhrendesign“ teilnehmen. „Oft nehmen die Designer entscheidenden Einfluss auf die Arbeit der Zulieferer. Doch nur mit dem Knowhow der Zulieferer wird aus einem Projekt auch ein Produkt“, sagt Alexandre Catton. Deshalb sei es wichtig, die Trends und Inspirationen der Designer zu kennen. Sie können die künftigen, dem Endprodukt vor- und nachgelagerten Unternehmensprozesse beeinflussen.

Auch dieses Jahr werden im Rahmen des Salons wieder Innovationen und Vorpremieren präsentiert. Die Besten werden mit dem „Grossen Ausstellerpreis“ ausgezeichnet.

Info
www.ephj.ch

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