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„Ich liebe stylische Gesamtkonzepte“

Das Familienunternehmen Bijewa AG aus Rapperswil-Jona ist spezialisiert auf hochwertige Verpackungsmodelle und bietet seinen Kunden alles, was zu einem attraktiven Firmenauftritt gehört. Co-Inhaberin Erika Wallmer-Bachmann spricht über die neusten Trends, über ihre Favoriten und über weitere aktuelle Themen aus Sicht eines Schweizer KMU.

Gold’Or: Erika Wallmer, was hat sich in Sachen Verpackung in den letzten Jahren verändert?

Erika Wallmer: Unsere Kunden, die in einem schwierigen Umfeld bestehen und herausstechen müssen, schätzen die Bedeutung der Verpackung höher ein als früher und leisten sich einen authentischen, luxuriösen Auftritt. Da Anbieter günstiger Schmuckstücke – auch im Versandhandel – oft mit einer edlen Box und allem, was dazugehört aufwarten, müssen die Fachhändler nachziehen. Zu einem professionellen Firmenauftritt gehören heute neben der Verpackung ein elegantes Band, Geschenkpapier, Seidenpapier, Sticker sowie eine Tragtasche, so wertvoll, dass sie wiederverwendet wird. Weiter bieten wir Produkte für den E-Commerce an: zum Beispiel superflache Etuis, die sich für den Brief-Postversand eignen.

Welches sind die Trends beim Verpacken von Schmuck und Uhren?

Unser Sohn Sascha Wallmer, der seit 2011 die dritte Generation im Unternehmen vertritt, legt besonderen Wert auf Spezialanfertigungen auf Mass und auf personalisierte Produkte. Meine Favoriten sind Spezialitäten wie unsere exklusiven Lederaccessoires und weitere Pochetten-Verpackungen, die einen bleibenden Wert darstellen. Weiter liebe ich stylische Gesamtverpackungskonzepte, die alle oben genannten Extras mit Logo vereinen. Solche Konzepte gibt es nicht nur bei Uhren und Schmuck, auch Autohersteller, Confiserien, Banken und Luxushotels profitieren von unserem kompletten Angebot. Allgemein darf der Auftritt im Moment gerne weicher, persönlicher und lieblicher sein; auch die richtigen Farben runden den Look ab.

Ist das für die Kleinen nicht zu teuer?

Oft gilt: Klein, aber fein. Dank Produkten aus unserem grossen Detaillager und aufgrund unseres kompletten Druckmaschinenparks in Rapperswil können wir auch ein professionelles Gesamtkonzept für einen Goldschmied oder Kleinunternehmer kreieren. Mit unserer neusten Druckmaschine lassen sich selbst fertige Luxus-Etuis aus Holz oder bezogene Artikel nach der Produktion und auch in kleineren Stückzahlen auf der Aussenseite mit metallischem Druck versehen.

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Verpackungs-Gesamtkonzept von Bijewa mit Uhrenkassette, Geschenkkarton, verschiedenen Elementen aus Nappaleder und Dekorbändern.

Wie gehen Sie bei Bijewa mit dem Thema Nachhaltigkeit um?

Dieses Thema ist bei uns kein Modethema, wir haben unser Leben und unsere Firma schon immer nachhaltig aufgebaut. Ich kann sogar sagen: Wir leben grün. Ein Grossteil unserer Landreserven wurde mit optimaler Raumbewirtschaftung und Disposition geschont und dem Naturschutz übergeben. Energieeinsparung, zum Beispiel durch gute Isolation und optimale Energiebewirtschaftung, sowie die Schonung der Ressourcen sind für uns ein Muss. Alle unsere Mitarbeiter wohnen in nächster Nähe, sodass auf unseren Parkplätzen mehr Fahrräder als Autos stehen.

Für unsere Produkte werden aufgrund neuster Erkenntnisse die besten Materialien verwendet, giftfrei und langlebig. Zur Verwendung von Kunststoff möchte ich Roland Hischier, Ökobilanz-Experte bei der Empa, zitieren: „Ein Wundermaterial ist nicht in Sicht. Kunststoff kann bei falscher Handhabung die Umwelt belasten, doch Alternativen mit einer besseren Ökobilanz sind schwer zu finden.“ Das ganze Interview mit Hischier aus der Zeitschrift „Verpackung“ kann auf unserer Webseite www.bijewa.ch heruntergeladen werden.

Persönlich liebe ich reine Naturmaterialien wie Baumwolle, Leder, auch Papier und Karton, wenn möglich FSC-geprüft. Die Ideen der Natur sind generell nicht zu überbieten. Der wichtigste Aspekt von Nachhaltigkeit ist aber die Langlebigkeit. Weg von Wegwerfartikeln, hin zu Wertigkeit. So sind die meisten unserer Produkte darauf ausgelegt, immer wieder verwendet zu werden, was gleichzeitig die Ressourcen schont.

Was ist mit Rohstoffknappheit und Lieferengpässen?

Aufgrund unserer jahrzehntelangen Kontakte mit unzähligen Partnern sowie eines grosszügigen Lagers, haben wir hier kaum Probleme. Natürlich gibt es Spezialitäten, die in bester Qualität und zu zahlbaren Preisen schwierig anzubieten sind. Feines Lamm-Nappaleder, das meist aus Indien oder Pakistan stammt, ist zurzeit beispielsweise schlecht erhältlich, hier gibt es Lieferfristen von mehr als einem halben Jahr. Auch gute Handarbeit wird weltweit immer seltener und kostbarer, sodass gut geplant und disponiert werden muss für einen optimalen Service an unsere Kunden. red.

bijewa.ch

Titelbild: Erika Wallmer-Bachmann (Mitte) mit dem Bijewa-Team.

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